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Zuletzt aktualisiert: 16.12.2007 um 19:50 Uhr

Jukic, Rogan schlugen bei Kurzbahn-EM noch einmal zu

Jeweils 100-m-Silber des OSV-Spitzen-Duos. Damit in Debrecen fünf Medaillen für Österreich geholt. Titel war jeweils außer Reichweite. (Von Thomas Blaschke/APA aus Debrecen)

Stolz zeigen Nadarajah, Rogan und Jukic die von ihnen geholten Medaillen bei der EM in Debrecen

Foto © GEPAStolz zeigen Nadarajah, Rogan und Jukic die von ihnen geholten Medaillen bei der EM in Debrecen

Die österreichische Schwimm-Elite hat bei den 11. Kurzbahn-Europameisterschaften in Debrecen fünf Medaillen geholt. Zum Abschluss der Titelkämpfe sicherten sich Mirna Jukic und Markus Rogan auf ihren 100-m-Strecken jeweils Silber. Jukic schlug auf der Brustlage in 1:06,57 Minuten an, Rogan auf der Rückenlage in 51,12. Zudem wurde Jördis Steinegger über 400 m Lagen mit dem österreichischen Rekord von 4:36,22 Minuten ausgezeichnete Sechste.

"Passiert manchmal". Jukic schwamm zu ihrer zweiten Silbermedaille bei diesen Titelkämpfen nach jener am Freitag über 200 m Brust. "Ich war ein bisschen verkrampft", meinte die 21-Jährige hinsichtlich des Verpassens ihrer nationalen Bestleistung um 24/100. "Aber das passiert eben manchmal. Nur, so deutlich verlieren wollte ich nicht." Der Rückstand auf die russische Siegerin Julia Efimowa betrug nämlich 1,62 Sekunden, die 15-Jährige fixierte damit Europarekord.

Ausgezeichnete Bilanz. "Aber ich wusste schon,", erklärte das OSV-Ass, "dass es hier unmöglich ist, sie zu schlagen." Hinter Efimowa entwickelte sich kein allzu schnelles Finale. Jukic: "Trotzdem bin ich die Zweitbeste, und alle anderen waren schlechter als ich." So zum Beispiel die drittplatzierte Russin Jelena Bogomazowa in 1:06,72. Jukic bilanziert damit nach ihren drei Bewerben ausgezeichnet, sie errang eben zweimal Silber und wurde zudem im Brustsprint Vierte.

Ein Sieg. Auch Rogan steuerte zwei Medaillen zu Österreichs Gesamt-Bilanz von je einmal Gold und Bronze sowie dreimal Silber bei, womit es für den nationalen Verband (OSV) die zweitbeste der bisherigen Kontinental-Titelkämpfe auf der 25-m-Bahn war. Der 25-Jährige hatte den einzigen Sieg in den rot-weiß-roten Farben geholt, als er am Donnerstag über 200 m Rücken in der Europarekordzeit von 1:49,86 Minuten angeschlagen hatte.

"Hätte nicht schneller können". Im Endeffekt hat er auf seiner Paradelage ebenso wie Jukic bei dieser EM die gleiche Final-Bilanz aufzuweisen wie 2004 in Wien, als er ebenfalls Gold und Silber bzw. Jukic wie davor schon 2001 in Antwerpen zweimal Silber geholt hatte. Auf seinen ersten 100-m-Sieg muss "Österreichs Sportler des Jahres 2004" freilich noch warten. "Heute war aber nicht mehr drinnen, hätte ich nicht schneller können", meinte er. "Mir fehlen die spezifischen Elemente."

Überlegener Sieg. Damit meinte der Europarekordler besonders die auf der Kurzbahn wichtigere Wende. "In der Olympia-Saison lege ich darauf nicht so großen Wert." Anders wohl Stanislaw Donets, denn der Ukrainer gewann das Rennen überlegen in 51,61 Sekunden, womit er den fünf Jahre alten Europarekord des Deutschen Thomas Rupprath nur um 3/100 verpasste. Bronze ging in 51,56 an den Deutschen Helge Meeuw.

13 Final-Platzierungen. Neben den fünf Medaillen schaffte die österreichische Equipe bei diesen Europameisterschaften insgesamt 13 Final-Platzierungen sowie 15 österreichische Rekorde. Die nächsten Kurzbahn-Titelkämpfe von Europas Elite finden vom 11. bis 14. Dezember 2008 in Rijeka statt, ein Jahr danach wird man sich in Istanbul treffen. Diese Entscheidung gab der Europäische Verband (LEN) am Sonntag bei der EM-Abschluss-Pressekonferenz bekannt.


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Foto © GEPA

Rogan holte sich nach Gold auch noch SilberFoto © GEPA

OSV-Team

Damen: Mirna Jukic, Fabienne Nadarajah, Birgit Koschischek, Nina Dittrich, Jördis Steinegger
Herren: Markus Rogan, Dominik Koll, David Brandl, Dominik Dür, Dinko Jukic, Maxim Podoprigora, Mate Hunor, Sebastian Stoss

Kurzbahn-EM

Wann: 13. bis 16. Dezember
Wo: Debrecen, Ungarn
Im TV: ORF Sport Plus überträgt alle Final-Sessions ab 16:10 Uhr live. Eurosport sendet von Donnerstag bis Samstag live.

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Fabienne NadarajahFoto © GEPA

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