Handball: ÖHB-Team bei Frauen-WM erstmals gegen Dominikanerinnen
Erstmals Spielen Österreichs Handballerinnen gegen die Dominikanische Republik.

Foto © GEPAÖsterreichs Damenhandball Nationalmannschaft
Österreichs Handballerinnen haben sich heuer zum
insgesamt 16. Mal in Serie für ein WM- oder EM-Turnier qualifiziert.
Trotzdem kommt es zum Auftakt der Weltmeisterschaft in Frankreich zu
einer Premiere. Die ÖHB-Auswahl tritt am Sonntag im Palais des Sports
von Lyon (14.30 Uhr/live ORF Sport Plus) erstmals in der
Verbandsgeschichte gegen die Dominikanische Republik an. Alles andere
als zwei Punkte für Rot-Weiß-Rot in der Gruppe C wäre eine
Enttäuschung.
Pflichtsieg. Teamchef Herbert Müller spricht vor dem Treffen mit der großen
WM-Unbekannten von einem Pflichtsieg, einem Gegner, wie man ihn sich
im ersten Spiel nur wünschen könne. "Diesen Sieg benötigen wir
unbedingt. Wir werden alles daransetzen, um zu gewinnen, uns
selbstbewusst an die Brust kloppen. In diesem Spiel dürfen wir uns
als Favorit fühlen", nannte der 45-Jährige seine Erwartungen.
Durchschnittlich 21. Dennoch ist seine junge, unerfahrende Mannschaft mit einem
Durchschnittsalter von 21 Jahren gut beraten, den Gegner nicht zu
unterschätzen. Der Südamerika-Vertreter hat eine unorthodoxe
Spielweise und könnte Probleme bereiten. "Wir müssen in der Abwehr
Geduld beweisen und dann über schnelles Umschalten unsere
handballerischen Vorteile in Tore ummünzen", gab Müller als Devise an
seine "Greenhorns" aus.
Zufrieden. Mit dem Umbruch in seinem Kader, dessen Durchschnittsalter im
Vergleich zur EM 2006 in Schweden um rund zehn Jahre sank, ist der
Mathematik-Dozent sehr zufrieden. "In ihren Vereinen hatten die
jungen Spielerin unterordnete Rollen, im Team haben nun alle das
wichtige Gefühl, dass man auf sie setzt. So macht es auch einem
Trainer Freude, wenn man sieht, wie die Jugend Dinge aus dem Training
im Spiel umsetzt", sagt Müller, der in seinem Aufgebot Teamwork zur
Maxime erhoben hat.
Teamgeist, Teamplayer, Emotion - das sind Dinge die Müller zuletzt
vermisst hat. Mit der Jugend, der Freude, der Unbekümmertheit und dem
Willen kam auch bei dem Trainer neuer Spaß an der nun langfristig
ausgerichteten Arbeit auf. Müller ist seit März 2004 ÖHB-Teamchef und
möchte dies auch noch einige Zeit bleiben. Der Umbruch, die
Verjüngung, die langfristige Planung, das Team Schritt für Schritt an
das internationale Niveau heranzuführen, seien eine Herausforderung.
Vertragslänge. Auf die Frage, wie lange denn der Vertrag des auch in Nürnberg
erfolgreichen Trainers laufe, antwortete ÖHB-Präsident Gerhard
Hofbauer: "Nach einer Heirat spricht man nicht so schnell über die
Scheidung, sondern lebt die Ehe. Unsere verlief bisher harmonisch und
wenn das so bleibt, sehe ich keinen Anlass für eine Trennung."
Getrennt vom Team haben sich übrigens u.a. die Routiniers Sorina
Teodorovic und Tanja Logwin. Wegen Verletzung fehlt Gabi Rotis,
Stephanie Ofenböck ist "verhindert". Sie wurde am Dienstag Mutter
einer Tochter.













