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    Zuletzt aktualisiert: 05.11.2007 um 09:29 Uhr

    Die Mutter des Marathons

    Weltrekordlerin Paula Radcliffe feierte ihr Marathon-Comeback in New York mit einem Start-Ziel-Sieg. Vor dem Rennen gab es noch eine Gedenkminute.

    Paula Radcliffe

    Foto © APPaula Radcliffe

    Das grandiose Comeback von Paula Radcliffe und der unwiderstehliche Endspurt des Kenianers Martin Lel haben den 38. New-York-Marathon gekrönt. Die 33-jährige Engländerin feierte nach 2:23:09 Stunden einen beeindruckenden Start-Ziel-Sieg. Radcliffe hat in ihrer Karriere schon alle Höhen und Tiefen erlebt. 2004 sollte Olympia in Athen die Karriere der inzwischen 33-jährigen Marathon-Weltrekordlerin (2:15:25) krönen, nachdem sie im Jahr zuvor eine Bestmarke nach der anderen aufgestellt hatte. Doch Großbritanniens beliebtes Sportidol musste gleich zweimal kurz vor Schluss aufgeben, über die Marathon- und die 10.000-Meter-Distanz. Elf Wochen später trat sie kurzfristig beim New-York-Marathon an und gewann im Sprint.

    Rückenverletzung. Im Jänner hatte die beste Marathonläuferin aller Zeiten - vier der fünf besten jemals gelaufenen Marathon-Zeiten stehen für sie zu Buche - Töchterchen Isla zur Welt gebracht und schon zwei Wochen nach der Entbindung joggte Radcliffe wieder. Doch eine Rückenverletzung verhinderte im Sommer einen Start über 10.000 Meter bei der WM in Osaka und jetzt hatte sie sich wiederum New York für ihr Comeback ausgesucht: "New York ist einfach der beste Ort der Welt, um gegen die Besten der Welt zu laufen", strahlte die Siegerin. 23 Sekunden hinter Radcliffe sicherte sich die Äthiopierin Gete Wami als Zweitplatzierte den Jackpot in der Serie World Marathon Majors (WMM) von 500.000 Dollar (345.328 Euro).

    Gedenkminute. Getrübt wurde das sonnige Marathon-Wochenende im "Big Apple" durch den tragischen Tod des früheren US-Meisters Ryan Shay, der am Samstag bei der Olympia-Qualifikation der Amerikaner nach neun Kilometern zusammenbrach - alle Rettungsversuche für den 28-Jährigen kamen zu spät. Unmittelbar vor dem gestrigen Rennen hatten die Läufer eine Gedenkminute für Shay eingelegt, erst danach ertönte Frank Sinatras Superhit "New York, New York" und der Startschuss.


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    Foto © AP

    Shay ist nach 9 km kollabiertFoto © AP

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