Eschauer bestätigt Existenz einer "Wettmafia"
Der Österreicher bestätigt gegenüber "Sport Bild": "Wettbetrug kein Gerücht".

Foto © GEPAEschauer kennt die Schattenseiten des Sports
Die Befürchtungen, dass es im Tennis eine organisierte Wettmafia gibt, werden immer konkreter. Österreichs derzeit drittbester Spieler, Werner Eschauer, hat gegenüber der "Sport Bild" deren Existenz bestätigt. "Wettbetrug ist kein Gerücht. Das gibt es tatsächlich", wird der Weltranglisten-67. zitiert. Er selbst sei heuer in Wimbledon vor seinem Zweitrundenmatch gegen Rafael Nadal angesprochen worden.
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Skrupellos. Vor seinem Match gegen Nadal habe man ihn auf dem Handy angerufen: "Für eine Niederlage könne ich mir Extrageld verdienen." Er habe "sofort abgelehnt. Ich will meine Karriere nicht durch so einen Scheiß aufs Spiel setzen", so Eschauer gegenüber "Sport Bild". Der 33-jährige Niederösterreicher meinte auch, dass es absolut kein Einzelfall sei, dass Spielern Geld für eine Niederlage angeboten werde. "Ich weiß von Spielen, die verkauft worden sind. Es hängen auch Manager mit drin." Es gebe "eine italienische Organisation und eine aus dem Ostblock." Bei den Summen sei man "skrupellos", von bis zu 50.000 Dollar ist die Rede.
Insiderhandel. So richtig aufmerksam auf diese Machenschaften wurde man weltweit durch einen Wettskandal im August, den Fall Nikolaj Dawidenko. Der Weltranglisten-Vierte aus Russland soll beim Turnier in Sopot/Polen gegen den argentinischen Außenseiter Martin Arguello absichtlich verloren haben. Peter Reinhardt, Deutschland-Chef der englischen Wettbörse Betfair, sagte der "Sport Bild": "Beim Fall Dawydenko war es, als würde jemand gegen den Markt und gesunden Menschenverstand eine Aktie nach oben treiben - wie Insiderhandel an der Börse." Dawidenko hat stets seine Unschuld beteuert. Die ATP ermittelt.













