Fungierte Bettini als Drogenkurier?
Italienischer Weltmeister soll laut deutschem Fernsehsender ZDF dem Deutschen Sinkewitz "Testogel" beschafft haben.

Foto © GEPABettini in Aktion
Nach ZDF-Informationen soll Rad-Weltmeister Paolo Bettini Lieferant von Dopingmitteln für den ehemaligen T-Mobile-Profi Patrik Sinkewitz gewesen sein. Aus einer Protokollnotiz, die dem deutschen TV-Sender vorliegt, gehe hervor, dass Sinkewitz von Bettini das Dopingmittel "Testogel" bekommen habe, das der Deutsche in der Vorbereitung auf die Tour de France benutzt hatte. Das teilte das Zweite Deutsche Fernsehen am Mittwoch mit.
Sinkewitz will auspacken. Sinkewitz und Bettini waren gemeinsam Teammitglieder der Profimannschaften Mapei und Quick Step, bevor Sinkewitz 2005 zu T-Mobile wechselte. Der Rennstall entließ den während der diesjährigen Tour des Dopings überführten Sinkewitz, nachdem er im August auf die Öffnung der B-Probe verzichtet hatte. Sinkewitz, der wie der geständige Jörg Jaksche von Rechtsanwalt Michael Lehner vertreten wird, will am 26. Oktober vor der Staatsanwaltschaft Bonn umfangreich aussagen.
Verwirrung um Unterschrift. Um die Ehrenerklärung von Bettini gab es unterdessen in Stuttgart große Verwirrung: Für den Weltverband UCI sei die Unterschrift nicht nötig für die WM-Startberechtigung, argumentierte UCI-Sprecher Enrico Carpani. Währenddessen drohte die Sport-Bürgermeisterin Susanne Eisenmann als Chefin des WM-Organisationskomitees der UCI mit Klage, wenn sie Bettini ohne Unterschrift starten lasse. Inzwischen erklärte der Bettini-Anwalt, dass sein Mandant bereits am 10. Juli bei der UCI eine für die WM gültige Ehrenerklärung unterzeichnet habe.














