Knowle soll international zu großer Doppel-Nummer werden
e/motion als neues Management des US-Open-Champions sieht gutes Vermarktungspotenzial. Aspelin ergänzend dazu als guter Typ.

Foto © GEPAJulian Knowle jagt den Ball
Im fortgeschrittenen Tennis-Alter von 33 Jahren geht Julian Knowle neue Karriere-Wege. Nach seinem US-Open-Triumph im Doppel "gönnte" sich der Vorarlberger erstmals einen Manager, mit Herwig Straka und Edwin Weindorfer von der Agentur e/motion sind es im Grunde sogar zwei. Das Steirer Duo hat sich in den eineinhalb Wochen der Kooperation bereits ein gewisses Konzept zurecht gelegt, wie Knowle zu vermarkten sein könnte.
Partner von Vanek & Co. Die Zusammenarbeit kam recht unkompliziert zustande. "Wir waren immer schon in Kontakt", erzählte Knowle, und Straka ergänzt: "Bei den US Open haben wir zunächst noch allgemeine Gespräche geführt. Nach dem Finale hat er mir dann eine SMS geschickt, ob ich ihn künftig nicht vermarkten wolle." Der Weltranglisten-10. im Doppel ist damit Partner u.a. von Thomas Vanek, Thomas Muster und Markus Schopp. Sein Management ist aber naturgemäß ganz anders aufzuziehen als beim genannten Trio. "Natürlich ist ein Doppelspieler nicht so leicht wie ein Einzelspieler zu vermarkten. Aber ich sehe Potenzial", so Straka.
Aspelin guter Typ. Ein Indiz dafür sieht der Werbe-Profi in Knowles Karriere-Verlauf. "Er hatte sechs verschiedene Partner und mit allen seine Erfolge." Die aktuelle Partnerschaft mit Simon Aspelin hält Straka nicht nur aus sportlicher Sicht für äußerst befruchtend. "Für eine Vermarktung braucht man ein Profil des Sportlers, und bei einem Doppelspieler gehört da natürlich der Partner dazu. Simon ist ergänzend zu Julian ein guter Typ." Straka denkt dabei durchaus international. "Wir haben Stanford als Doppel-Sponsor zur ATP gebracht, und die suchen immer wieder Typen. Aber natürlich sind das keine großen Dinge, beim Doppel sind die Möglichkeiten begrenzt."
Kein Trostbewerb. Knowle hofft für die nächste Zeit auf einen Aufschwung des Tennis-Doppels in Österreich. "Ich habe für das Doppel in Österreich viel gemacht", sagte der Daviscup-Spieler der APA - Austria Presse Agentur. Schon nach seinem Wimbledon-Finale 2004 hätten sich andere ÖTV-Profis mehr für das Doppel interessiert - laut Knowle zurecht. "Ich empfehle allen Jungen, Doppel zu spielen. Das ist nicht nur ein Trostbewerb, wenn man im Einzel ausgeschieden ist."














