Madison Square Garden: Boxring in Pension geschickt
Nach 82 Jahren und Hunderten WM-Kämpfen ist Schluss wurde der legendäre Boxring des Madison Square Gardens in den Ruhestand geschickt.

Foto © APADie 1925 gegossene Messing-Glocke darf auch die neue Box-Ära im Big Apple einläuten.
Der Madison Square Garden, legendäre
Sport- und Veranstaltungshalle im Herzen New Yorks, hat sich am
Montag von einem wahrhaft zentralen Möbel getrennt: Nach 82 Jahren
muss jener Boxring, auf dem auch Muhammad Ali zu Boden gegangen war,
einem neuen weichen.
Legende. Es ist eine Legende. Hat nicht nur den Atem, sondern auch den
Schweiß und das Blut der Boxhistorie geatmet. Jenes 6,10 x 6,10 Meter
große Seilgeviert im New Yorker Madison Square Garden, das nach 82
Jahren und Hunderten von Weltmeisterschaftskämpfen nun in Pension
geschickt wird. Der Russe Oleg Maskajew und der Nigerianer Samuel
Peter dürfen anlässlich ihres WBC-Titelkampfs am 6. Oktober schon auf
neuen Brettern "tanzen".
Bittersüßer Moment. "Es ist ein bittersüßer Moment, den Ring in Pension zu schicken",
erklärte Joel Fisher, Box-Chef des Madison Square Garden, im Rahmen
einer Abschiedszeremonie am Mittwoch. Eine Alternative, musste
freilich auch Fisher in Anwesenheit von Box-Legenden wie Joe Frazier
oder des ehemaligen italienischen Mittelgewichts-Champions Vito
Antuofermo bekennen, hätte es aber nicht gegeben: "Man hat ihm das
Alter schon angemerkt. Es wurde immer schwieriger, ihn aufzubauen und
zu pflegen. Es war keine leichte Entscheidung."
Frazier vs. Ali. Seine größte Stunde erlebte der "Oldie" wohl im Frühjahr 1971, als
US-Kampfmaschine Frazier seinen Landsmann Muhammad Ali in 15 Runden
nach Punkten niederrang. "Ich habe ihm in jeder Runde zwei- oder
dreimal ordentlich zugesetzt", erinnerte sich der damalige Gewinner.
"Ich bin in meine Ecke zurückgegangen und habe gefragt: ,Was ist los
mit diesem Mann, warum steht er noch?'."
Features
Neue Heimat
Die ehrwürdige Sportantiquität wird nun in der Box-"Hall of Fame" in Canastota (NY) stehen.













