Mitterfellner will Olympia-Ticket bei der Judo-WM in Rio lösen
Bei der Judo-WM in Rio will sich Andreas Mitterfellner das Ticket für Olympia in Peking holen - dort, wo der Pölser schon Weltmeister wurde.

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Drei Wochen Höhentrainingslager in Tirol, eine dreiwöchige Extraschicht in Japan, dazu jeweils eine Spezialwoche in Weißrussland, Frankreich und Deutschland - noch nie hat sich Andreas Mitterfellner derart intensiv auf ein Großereignis vorbereitet, wie jetzt auf die WM in Rio. Unterm Zuckerhut will der Steirer in der Klasse bis 66 Kilogramm eine Top-5-Platzierung. Denn damit hätte der Pölser auch das Ticket für die Olympischen Sommerspiele nächstes Jahr in Peking in der Tasche. "Körperlich war ich noch nie so top", versichert Mitterfellner vor seiner Abreise nach Brasilien. "Aber die Dichte in meiner Kategorie ist unglaublich hoch. Zehn Mann können Gold holen", ist "Ippon-Andi" überzeugt.
Höhepunkt mit Ainkündigung.
China soll der Karriere-Höhpunkt des 26-jährigen Pölsers werden. "Ich will in Peking nicht nur dabei sein", so Mitterfellner, der seit seinem siebenten Lebensjahr auf der Matte steht. Vor drei Jahren hat der Steirer Olympia ganz knapp verpasst: "Ich war die Nummer zehn der Europa-Rangliste. Die Top-9 waren in Athen startberechtigt", hat Mitterfellner somit noch eine Rechnung zu begleichen.
Optimistische Logik.
Peking ist für Andi ein guter Boden. "2002 holte ich dort meinen ersten Militär-Weltmeistertitel", ist Mitterfellner aber nicht abergläubisch. "Steht etwas Positives in meinem Horoskop, freut es mich. Ist es negativ, ist es mir wurscht", will Andi nach 2008 "das Privatleben genießen."
Features
Andreas Mitterfellner
- Geboren am: 17. Juni 1981 in Judenburg
- Wohnort: Pöls bzw. Rif, Salzburg
- Verein: Judo Askö Pöls
- Beruf: Heeressportler bzw. Psychologie-Student
- Karriere-Beginn: 1988
- Größter Erfolg: Bronzemedaille bei der Europameisterschaft 2006 in Finnland; zweifacher Militär-Weltmeister; siebenfacher österreichischer Meister
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Petra SteinbauerFoto © GEPA
Steirer bei Olympia
1964 in Tokio: Gerhard Zotter (Askö Graz/6. Platz), Karl Reisinger (Askö Graz/Aus in der Vorrunde)
1988 in Seoul (Vorführbewerb der Damen): Roswitha Hartl (Leoben/3. Platz)
1992 in Barcelona: Barbara Eck (Askö Graz/Aus in 2. Runde), Michaela Bornemann (Union Leibnitz/Aus in 3. Runde)














