Blake musste leiden und trifft nun auf Koubek
James Blake erkämpfte das Duell mit Stefan Koubek mit seinem erstem Fünf-Satz-Sieg. Aber Fabrice Santoro forderte dem Weltranglisten-Sechsten einiges ab.

Foto © GEPAJames Blake musstelange und hart für seinen Sieg kämpfen
Die großen Überraschungen blieben auch am vierten
Tag der US-Open aus, aber Fabrice Santoro war knapp dran: Ausgerechnet jene
Partie, die über den Drittrunden-Gegner von Stefan Koubek entschied,
entwickelte sich zum ersten richtigen Thriller dieser Open. James
Blake erkämpfte sich mit dem ersten Fünf-Satz-Sieg seiner Karriere
und nach 3:24 Stunden mit 6:4, 3:6, 6:2, 4:6, 6:4 den Platz in der Runde
der letzten 32.
Krämpfe. Zunächst schien alles auf einen klaren Sieg des Favoriten
hinzudeuten, doch der immer noch brandgefährliche Santoro
hat für ein aufregendes Match gesorgt. Zwei Breakbälle zum 5:4 im fünften Satz hatte der
Franzose bereits, dabei plagten ihn schon ab dem vierten Satz immer
wieder Krämpfe. "Ich muss Fabrice wirklich Respekt zollen. Er ist 34 und spielt
ein so schwieriges, sehr physisches Tennis", lobte Blake seinen Gegner.
Der Affe. Die Erleichterung bei Blake war groß: Der US-Boy hat endlich zum ersten Mal in einem fünften Satz gewonnen. "Ich hatte die ganze Zeit einen Affen
auf meiner Schulter sitzen - jetzt ist er weg", meinte er. Santoro denkt noch nicht ans Aufhören. "Wenn ich nicht solche Krämpfe gehabt hätte, hätte ich noch gerne zwei Stunden
weitergespielt. Es hat mir hier viel Spaß gemacht", sagte der
Franzose dem Publikum. Vor allem den letzten Satz wird wohl auch Stefan Koubek gerne
gehört haben. Der 30-jährige Kärntner kommt nach zwei glatten
Drei-Satz-Erfolgen weit frischer ins Match am Samstag.
Roddick in Bedrängnis. Andy Roddick geriet zwar gegen Jose Acasuso zu Beginn auch in Bedrängnis, stellte nach dem 4:6 aber auf 2:1-Sätze, ehe der Argentinier wegen einer
Knieverletzung aufgeben musste. Für Roddick hielt sich die Freude nach dem Matchabbruch in
Grenzen. "Ich mag es nicht, so zu gewinnen. Aber letztlich ist es das
Ziel durchzukommen, und die dritte Runde zu erreichen", sagte der als
Nummer 5 gesetzte US-Amerikaner.
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Zeit für Späßchen: Fabrice SantoroFoto © AP













