Tennis ohne Djokovic spielt's nicht mehr
Novak Djokovic hat der "Final-Monotonie" zwischen Federer und Nadal ein Ende gesetzt und ist heuer auch in Wien zu bewundern.

Foto © APNovak Djokovic
Der "Interview-Room 1" in den Katakomben des Arthur-Ashe-Stadions erinnert ein wenig an einen Hörsaal. Und zu hören bekommt man dort auch tatsächlich die erstaunlichsten Sachen. So wie exakt vor einem Jahr, als Novak Djokovic als Nummer 16 der Welt eben in diesem Raum verkündete, neben Andrew Murray der zweite Shootingstar zu sein, der 2007 Roger Federer ein Bein stellen kann.
Höfliches Lächeln.
Die versammelte Journalisten-Schar kommentierte die Aussage damals mit einem höflichen Lächeln. Ein Jahr später hat es sich aber ausgelacht und Djokovic in Montreal Ernst gemacht. Mit Siegen über Roddick, Nadal und Federer betonierte der 20-Jährige seinen dritten Weltranglisten-Platz ein und verpasste der Tenniswelt damit einen erweiterten Wortschatz. "Zuletzt hieß es immer nur Federer und Nadal, heute heißt es Federer, Nadal und Djokovic", lächelt der Ex-Zögling aus der Münchner Pilic-Akademie.
Immer ein Gentleman.
Djokovic weiß also, wie der Hase läuft. Tennis ist Entertainment und braucht Rivalität wie einen Bissen Brot. Dass ihn Federer wegen des Fehlens eines Grand-Slam-Finales noch nicht als den großen Herausforderer sieht, steckt der Sympathieträger locker weg. "Ich kann niemanden wegen seiner Meinung verurteilen. Ich respektiere Roger und finde nur nette Worte für ihn. Er ist auf und abseits des Courts ein Gentleman."
BA-CA-Trophy.
Nach seinem Erstrundensieg über Haase geht's für Djokovic nun gegen Stepanek, in der dritten Runde könnte es zum Duell mit Jürgen Melzer kommen. Ein weiterer Österreich-Bezug: Der Serbe ist bei der heurigen BA-CA-Trophy (7. bis 14. Oktober) in der Wiener Stadthalle der Topstar. Ebenfalls mit dabei: Die Vorjahres-Finalisten Ljubicic und Gonzalez, zehn weitere Top-20-Spieler sowie das rot-weiß-rote Trio Melzer, Eschauer und Koubek.














