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Zuletzt aktualisiert: 28.08.2007 um 08:43 Uhr

Debütant Zeller trotz zweitbester Karrierezeit bei WM out

Österreich ist nach dem Ausscheiden von Clemens Zeller bei der WM in Osaka nicht mehr aktiv vertreten - nun will der Debütant beim Gugl-Meeting fit sein.

Clemens Zeller klar gescheitert

Foto © GEPAClemens Zeller klar gescheitert

46,06 Sekunden sind seine zweitbeste Karrierezeit, als Gesamt-38. ist Clemens Zeller am Dienstag bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Osaka aber klar am Habfinaleinzug (Top 24) gescheitert. Der Debütant durfte nach einem "zähen" 400-m-Vorlauf mit der Leistung in Japan zufrieden sein. "Ich hatte eine super Saison, das ist das Tüpfelchen auf dem i. Im Schönschreiben würde ich mir fürs Tüpfelchen einen Dreier geben, weil die Platzierung nicht besser ist", sagte der 23-Jährige, der heuer als Hallen-EM-Sechster in Birmingham aufgezeigt hatte.

"Zwei Klassen höher". Das Niveau über 400 m der Männer bei der WM ist sehr hoch, das bekam Zeller, dessen persönliche Bestzeit seit 16. Juni in Villach bei 45,83 Sekunden steht, zu spüren: "In Europa gibt es über 400 m nicht so viele Athleten, aber die WM ist noch mal zwei Klassen höher einzustufen als eine EM. Ich kann mir keinen Vorwurf machen, auch wenn die Platzierung nicht wie erhofft ist." Von der Weltmeisterschafts-Atmosphäre zeigte er sich begeistert: "Es war schon auf dem Aufwärmplatz beeindruckend, wenn man die ganzen Weltstars wie den Jeremy Wariner sieht, und kurz mit dem einem oder anderen redet. Was der Wariner beim Aufwärmen für Serien runterspult ist sensationell".

Zeiumstellung. Erst 48 Stunden vor seinem Auftritt war der Pädak-Student in Osaka angekommen, die Zeitumstellung hatte ihm ein bisschen zu schaffen gemacht. "Ich bin gestern um halb zehn Uhr abends schlafen gegangen und um eins wieder aufgewacht und war dann munter. Vom Klima her ist es schon brutal hart, nach dem Einlaufen musst du dir dreimal das Leiberl wechseln. Mit österreichischen Bedingungen hat das nichts zu tun", meinte er. Auch hatte der gegen viele Grundnahrungsmittel allergische Athlet des ULV Krems für die klimatischen Verhältnisse in Osaka zu viel gegessen: "Wennst von den gekühlten Räumen in die Hitze raus kommst, merkst dann, wie voll dein Bauch ist". Er wolle nun möglichst viel an Erfahrung mitnehmen und hofft, dass er einmal in ein Semifinale bei einem Großereignis kommt. "Das alles war eine gute Erfahrung für die Zukunft".

Gugl-Meeting. Bis Sonntag bleibt Zeller noch in Osaka, er wird als Zuschauer möglichst viel Zeit im Stadion verbringen und auch ein bisschen trainieren: "Damit ich für das Gugl-Meeting fit bin." Es wird voraussichtlich der letzte Lauf seiner langen Saison, in der er im Freien neun 400-er-Starts absolvierte (sieben Einzel und zwei Staffel).


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Gestürzt: Günther WeidlingerFoto © GEPA

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