Alfred Kopf trat als Handball-Präsident zurück
Alfred Kopf legte sein Amt als HLA-Präsident nieder. Der Linzer fühlt sich im Stich gelassen.
Die Handball-Liga Austria der Männer (HLA) muss sich
um einen neuen Chef umsehen. Denn Alfred Kopf hat am Donnerstag seine
Funktion als HLA-Präsident niedergelegt. Der Linzer, der auch Boss
des Vereins HC Linz AG ist, fühlt sich nach dem Wechsel seines
U13-Trainers samt 12 Spielern zum Lokalrivalen ASKÖ Urfahr vom
Österreichischen Verband (ÖHB), dem OÖ-Verband und der HLA im Stich
gelassen.
Tiefschlag. Der Kontrollausschuss des OÖ-Verbandes hatte entschieden, dass HC
Linz AG nicht an der U13- und U15-Liga teilnehmen darf. Die Linzer
hatten zwar die Anmeldefrist versäumt, aber ihnen wurde eine
nachträgliche Nennung eingeräumt. Ein konkurrierender Verein hat sich
jedoch quergelegt, wodurch es nun keine Teilnahme gibt. "Das
widerspricht meinem Sinn für Sport und Jugend. Das ist ein
Tiefschlag, den ich nicht hinnehme", sagte Kopf, dem selbst der ÖHB
die kalte Schulter zeigt. In einem Brief teilte ihm der Verband mit,
dass er nicht zuständig sei und das Urteil nicht aufheben könne.
Generalversammlung. Die HLA hat für kommenden Dienstag in Wien eine Generalversammlung
einberufen, in deren Verlauf der Kopf-Nachfolger gewählt werden wird.
Der überraschende Rücktritt hat auch HLA-Geschäftsführer Thomas Menzl
getroffen. "Das ist ein schwerer Schlag, ich kann Kopf aber
verstehen. Wenn mir das passiert, würde ich Amok laufen." Laut Menzl
hatte Kopf noch im Juni erklärt, er würde wieder kandidieren. Menzl
ist sich nicht sicher, dass ein Kandidat gefunden werden könne, der
dieses Amt so wie Kopf ausfüllt. "Der Präsident war nicht nur eine
Integrationsfigur, sondern auch ein Mann, der Ideen verwirklicht und
für Zusammenhalt gesorgt hat," meinte der Fivers-Manager.














