"Ich sah mich nie in der zweiten Reihe"
Julian Knowle holte den ersten Doppel-Grand-Slam-Titel für Österreich

Foto © GEPAJulian Knowle
Gratulation zu diesem sensationellen Erfolg. Schon gefeiert?
Julian Knowle: Nein, dafür war noch keine Zeit. Ich bin noch am selben Abend von New York nach Wien zurückgeflogen.
Wird dieser Titel Ihr Leben verändern?
Julian Knowle: Keine Ahnung. Ich weiß nur, dass sich für mich ein Traum erfüllt hat. Ich habe immer gesagt, es ist möglich, im Doppel unter die Top 10 zu kommen. Aber ein Grand Slam zu gewinnen, ist etwas ganz eigenes - da muss zwei Wochen lang alles passen. Und diesmal hat alles gepasst.
Der Schwede Simon Aspelin ist erst seit Mai Ihr Doppel-Partner.
Julian Knowle: Wir harmonierten von Beginn an, standen bei unserem ersten gemeinsamen Turnier in Monte Carlo gleich im Halbfinale. Da haben wir gewusst, dass wir auf ganz hohem Niveau spielen können.
Aspelin ist nur für den verletzten Jürgen Melzer eingesprungen - hätten sich auch mit Melzer das Bravourstück geschafft?
Julian Knowle: Es ist schwer über Dinge zu reden, die nicht stattgefunden haben. Aber möglich gewesen wäre es schon.
Mit diesem Erfolg ist Ihnen der Sprung aus der zweiten Reihe gelungen - eine Genugtuung?
Julian Knowle: Ich habe mich nie in der zweiten Reihe gesehen, das geben die Medien vor. Bis zum Viertelfinal-Einzug wurde keine Zeile über uns geschrieben - das kann nicht sein.
Die nächsten Ziele?
Julian Knowle: Zuerst etwas ausspannen, dann die Daviscup-Relegation gegen Brasilien und dann das Doppel-Masters in Shanghai, für das wir zu 99 Prozent qualifiziert sind.













