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Zuletzt aktualisiert: 12.11.2007 um 20:10 Uhr

Auf die Koppel statt zu Olympia

Für Österreichs Reiter wird es im Hinblick auf Olympia 2008 in Peking knapp. In der Dressur stehen die Chancen gut, ob auch die Springreiter in Hongkong ihre Pferde satteln, dürfen ist mehr als fraglich.

Die Hoffnung hat einen Namen: Victoria Max-Theurer

Foto © GEPADie Hoffnung hat einen Namen: Victoria Max-Theurer

Das 22. Fest der Pferde in der Wiener Stadthalle ist kaum zu Ende, da werfen auch schon die Olympischen Spiele ihre Schatten voraus. Und da sieht es für Österreichs Reiter nicht allzu rosig aus. Grund sind die strengen und komplizierten Qualifikationskriterien, die auch Reitern aus "Exoten"-Ländern ein Startrecht geben. Fest steht, dass Österreich kein Team sondern nur Einzelreiter entsenden kann. Wenn überhaupt. Da die Haupt-Qualifikationsschiene über das Team erfolgt und das Feld danach nur noch aufgefüllt wird, haben eine Weltklasse-Reiter noch kein Ticket. So zum Beispiel auch Jos Lansnik, Weltmeister im Springreiten.

Chancen in Dressur größer. Stichtag für den heimischen Pferdesport-Verband FENA ist der 1. Mai 2008. An diesem Tag werden die bereinigten Weltranglisten der diversen Sparten für die Vergabe der wenigen restlichen Startplätze herangezogen. Die besten Chancen hat Victoria Max-Theurer in der Dressur. Die 22-jährige Oberösterreicherin führt derzeit die bereinigte Olympia-Rangliste in der Dressur an. Auch Harald Ambros, derzeit Fünfter, hat in der Vielseitigkeit gute Chancen auf einen Einsatz in Hongkong, wo die Olympischen Reitbewerbe ausgetragen werden.

Frühmann verzichtet. Bei den Springreitern ist die Sache aber schon nicht mehr so einfach. Thomas Frühmann liegt als Bester auf dem achten Zwischenrang und hätte noch Chancen sich zu qualifizieren. Der 56-Jährige will sich und seinem Pferd "Sixth Sense" den Asien-Trip aber auch im Falle einer Qualifikation nicht antun. Sollte Frühmann den Quotenplatz für Österreich aber holen, könnte nach Absprache mit dem ÖOC ein anderer für ihn einspringen. Der nächstbeste wäre aktuell Thomas Eder.

Zeit drängt. Gut möglich, dass diese Überlegungen graue Theorie bleiben, denn für die Olympia-Rangliste zählen nur Freiluft-Turniere, da auch in Hongkong im Freien geritten wird. Viel Zeit bleibt für die Springreiter also nicht mehr. Aus diesem Grund überlegt Springreit-Referentin Gabriele Morbitzer auch, einige Turniere im Februar in Florida zu beschicken. Illusionen macht sie sich aber auch keine mehr. "Zehn Prozent, mehr Chancen haben wir nicht." Besonders bitter: "Mit Thomas sind sieben Leute in den Top 250. Wir haben so viele gute Reiter wie noch nie."


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