Red Bull X-Alps: Abenteuer zu Luft und zur Erde
Zwischen Qual und der unendlichen Freiheit des Fliegens - der lange Weg der Paragleiter vom Dachstein ins 850 km entfernte Monte Carlo.

Foto © ReutersDer Schweizer Alex Hofer war bei den diesjährigen Red Bull X-Alps erfolgreich
Der türkische Teilnehmer musste entkräftet aufgeben. Seine Vorbereitung - Laufen am Sandstrand seiner Heimat - erwies sich trotz 20-kg-Gleitschirmrucksack am Rücken als unzureichend. Denn die Red Bull X-Alps sind mehr, als ein bisschen durch die Lüfte gleiten. Die Devise von Organisator Hannes Arch kann man besser so umschreiben: Dieser Weg wird kein leichter sein...
Eidgenosse siegreich. Der Sieger dieses Jahres, der Schweizer Alex Hofer, legte 1488 Kilometer zurück, 900 davon in der Luft, die restlichen 588 zu Fuß - und das zumeist bergauf. Zum Vergleich: Der Rumäne Toma Coconea, der als Zweiter das Ziel in Monaco erreichte, legte "nur" 1350 km zurück - davon allerdings 1021 zu Fuß. Kein Wunder, dass er in 14 Tagen auf dem langen Weg zum Ziel ganze 21 Stunden Schlaf fand. Viele Wege führen zum Ziel, wichtig ist nur, möglichst schnell dort zu sein.
Hatz über Berg und Tal. Trotz aller Anstrengungen schwärmen die Paragleiter im Ziel aber vom Bewerb. Zum einen, weil sie täglich über ihre Grenzen gehen. Zum anderen wegen der grandiosen Aussicht auf Dachstein, Marmolata, Mont Blanc und die Alpen - die man nach den harten Aufstiegen sicher doppelt genießt. Doch nach zweiwöchiger Hatz über Berg und Tal zählen andere Dinge, wie Hofer im Ziel erschöpft erklärte: "Am meisten freue ich mich darauf, alles wieder langsam tun zu können."













