Thomas Morgenstern: Auf Keramik zum Abflug
Olympiasieger Thomas Morgenstern ging im Sommer 1996 erstmals über Sprungschanze. Anlaufspur war damals und ist heute aus Keramik.

Foto © APAThomas Morgenstern
Es war vor elf Jahren, da begann die große Karriere von Schisprung-Doppel-Olympiasieger Thomas Morgenstern (SV Villach). "Ich hab' nicht im Winter, sondern im Sommer mit dem Sport begonnen", erinnerte sich der 21-Jährige, für den am Mittwoch wieder der Ernst des Lebens beginnt: "Da reisen wir nach Hinterzarten, wo am Freitag der erste Bewerb zum Sommer-Grand-Prix steigt." Damals wie heute ist die Anlaufspur auf den Bakken dieser Welt aus Keramik. "Durch das Bewässern der Spur merkst du keinen Unterschied zum Winter. Wie in den Eisrinnen, kommen wir auch hier auf über 90 km/h", erklärte der Seebodner. Angst, im Sommer leichter aus der Spur zu fliegen als im Winter, hat "Morgi" nicht: "Damit dir das gelingt, musst du dich ganz schön blöd anstellen."
Auf Tournee.
Der Bewerb in Deutschland ist der erste einer Tournee durch vier Orte. "Das ist heuer neu. Wir absolvieren fünf Springen in sieben Tagen. Der gesamte Grand Prix umfasst aber weniger Springen als noch im Vorjahr. Mir taugt das", meinte Thomas, der "im Sommer nie viel springt. So bleibe ich heiß auf Veranstaltungen. Diese sollten immer etwas Besonderes sein." Im Vorjahr fehlte "Morgi" beim Auftakt: "Nicht nur da. Wegen eines Bänderrisses bin ich nur zwei Mal gestartet."
Charity-Bewerb.
Das ist der Weltmeister auch beim Charity-Bewerb im Rahmen des Beachvolleyball-Grand-Slam-Turniers in Klagenfurt: "Das war für mich wie Urlaub. Am geilsten war das Jetski fahren." Apropos Urlaub: Der dauerte heuer nur ein paar Tage: "Als es zum Wegfahren war, musste ich zum Bundesheer, meine Kristina zur Matura. Die bestand sie mit gutem Erfolg. Jetzt ist sie Immobilienmaklerin."













