Insgesamt 10 OSV-Rekorde bei Langbahn-Titelkämpfen in Wien
Die erfreulich leistungsstarken österreichischen Langbahn-Meisterschaften der Schwimmer im Wiener Stadionbad sind am Sonntag mit drei weiteren und insgesamt zehn nationalen Rekorden zu Ende gegangen.

Foto © GEPAJördis Steinegger
Für neue Bestleistungen sorgten Mirna Jukic über 200 m
Lagen, Oliver Schmich über 50 m Rücken sowie die Lagen-Staffel der
Herren über 4x100 m Lagen. Insgesamt 13 Aktive erbrachten gleich beim
ersten Termin Limits für die EM im März in Eindhoven.
Die beiden Einzel-Bestleistungen des Tages kamen in ihrer Qualität
überraschend. Zunächst schlug Schmich im Rückensprint in 26,17
Sekunden an, womit er seine erst im Juni fixierte persönliche
Bestleistung um drei Zehntel drückte. "Ich wollte das EM-Limit",
erklärte der Südstadt-Athlet. "Dass es so eine gute Zeit wird, habe
ich aber nicht erwartet." Schmich war mit einer Bestzeit von 26,71
Sekunden in die Saison gestartet.
"Es ging nicht schneller".
Rogan war mit 26,26 Sekunden der bisherige Rekordhalter, der
25-Jährige schlug hinter Schmich in 26,52 an. "Eigentlich wollte ich
selbst den Rekord verbessern", meinte der "Rom-Legionär". "Aber es
ging nicht schneller, ich freue mich für Olli." Als Startschwimmer
der Lagenstaffel legte der WM-Dritte von Melbourne über 200 m Rücken
später die Basis für den um 2,91 Sekunden verbesserten OSV-Rekord,
bisher ist er im Besitz von Austria Wien gewesen.
Dreikampf.
Mirna Jukic lieferte sich mit der bisherigen Lagen-Rekordhalterin
Nina Dittrich und dem neuen 400-m-Lagen-Maßstab Jördis Steinegger
lange Zeit einen Dreikampf, setzte sich auf der Brustlage ab.
Schließlich verbesserte sie ihre bisherige Topmarke um gleich 1,87
Sekunden, blieb 1,19 unter dem bisherigen OSV-Rekord von Dittrich.
"Ich bin noch immer sprachlos", meinte Jukic 15 Minuten nach dem
Rennen. "Mit so einer Verbesserung hätte ich nie gerechnet."
Dominik Koll schrammte bei seinem Sieg über 100 m Kraul in 50,50
Sekunden wie schon über die doppelte Distanz knapp an seinem
nationalen Rekord vorbei, ebensoFabienne Nadarajah im Rücken-Sprint
in 29,16 Sekunden. Im Brust-Sprint holte sich Neo-Österreicher Hunor
Mate in 28,68 seinen zweiten Titel an diesem Wochenende, Mirna Jukic
in 32,13 ihren vierten. Über 100 m Kraul der Damen siegte Birgit
Koschischek in 57,34.
EM-Limits unterboten.
Über 200 m Lagen der Herren gewann Dinko Jukic in 2:02,92, und die
Lagen-Staffel der Damen entschied das Salzburger Schwimmteam Delphin
in 4:31,69 für sich. EM-Limits unterboten folgende Athleten, vier
Damen und neun Herren: Mirna Jukic, Fabienne Nadarajah, Nina
Dittrich, Jördis Steinegger bzw. Maxim Podoprigora, Hunor Mate,
Markus Rogan, Oliver Schmich, Dinko Jukic, Dominik Koll, David
Brandl. Dominik Dür und Sebastian Stoss.














