Mit Highspeed zu WM-Silber
Die Österreicher Nico Delle-Karth/Niko Resch haben am Freitag bei den Weltmeisterschaften der olympischen Bootsklassen vor Cascais die Silbermedaille im 49er gewonnen und den größten Erfolg in ihrer Karriere verbucht.

Foto © APADas erfolgreiche Duo
Delle-Karth, dickköpfig und emotional, ist der Sohn des ehemaligen
Bob-WM-Zweiten und Hobbysegler Werner Delle-Karth. Kennengelernt
haben sich Nico Luca Marc Delle-Karth und der stets ruhige und
besonnene Nikolaus Leopold Resch beim Optimist-Segeln (U 16). Seit
Herbst 1998 bilden sie ein Team, erster gemeinsamer großer Erfolg war
Platz vier bei den Jugend-Weltmeisterschaften im Jänner 2001 vor
Sydney - es war zugleich auch der letzte im 420er.
Danach gingen sie nicht den vorgezeichneten Weg mit dem Umstieg zu
den größeren 470ern (Jolle), sondern wechselten sofort in den
boomenden, schnellen 49er (Skiff), der neben den Tornados zu den
spektakulärsten olympischen Bootsklassen zählt und erstmals 2000 vor
Sydney vertreten war.
Erfolge.
Vor vier Jahren bei der WM vor Cadiz hat das Duo ebenfalls im
ersten Anlauf Österreichs Nationenticket für Olympia gesichert, und
das, obwohl die damaligen Teenager mitten im Maturastress standen.
Delle-Karth hatte die Reifeprüfung gerade abgelegt und ihm stand die
Grundausbildung beim Bundesheer bevor, Resch lernte auf der Heimreise
von Spanien für die Vormatura.
Weltklasse.
Knapp vier Jahre später und um die Erfahrung einer
Olympia-Teilnahme und des hervorragenden zehnten Platzes vor Athen
reicher, sind die Heeressportsoldaten absolute Weltklasse im 49er.
Bei den Sommerspielen in Griechenland waren die ÖSV-Segler die
jüngsten im 19 Nationen starken Feld, die zuvor EM-Sechsten vor
Torbole hatten sich trotzdem einen Top-Ten-Platz vorgenommen und
diesen auch erreicht.
Ihren gesunden Ehrgeiz haben sich die "Nickos" behalten, anders
als vor ein paar Jahren sind es jetzt aber sie, auf die die
Konkurrenz schaut. Der Aufstieg nach der olympischen Talentprobe war
jedoch mit Stolpersteinen gepflastert. Nach Platz zehn bei der WM im
September 2005 mussten sie die Saison aus gesundheitlichen Gründen
vorzeitig beenden.
Hartes Training in den Wintermonaten hat sie aber auf die
Erfolgspurgebracht, mit Rang zwei vor Hyeres haben sie ihre
Anwartschaft auf eine WM-Medaille angemeldet und das Unternehmen mit
Erfolg gekrönt. Und in dieser Tonart soll es für die von Peter
Krimbacher betreuten Athleten, der schon Sieber auf dem Weg zu
Olympia-Gold unterstützte, weitergehen: "Eine Medaille in Peking -
schon lange nicht mehr nur Traum, sondern erklärtes Ziel", lautet das
Motto von Delle-Karth für die Sommerspiele 2008.












