Hugo Simon: Pferde-Klon ist noch ein Hasenfuß
Springreiter-Legende Hugo Simon plaudert vor dem Casino-GP in Farrach über die Freude am Sport.

Foto © ReutersEvergreen Hugo Simon
Herr Simon, ein Frage die auf der Zunge brennt: Wie geht's ihrem Außerirdischen E.T.?
HUGO SIMON: Dem geht's blendend. Der vergnügt sich in einer Koppel mit Apricot, meinem zweiten ehemaligen Spitzenpferd.
Und wie steht's mit E.T.'s Klon?
SIMON: Da weiß ich nicht so viel, der lebt in Frankreich. Aber er soll im Benehmen wie der Alte sein. Er registriert alles, ist aber sehr scheu. Quasi ein Hasenfuß.
Kann er ein Großer werden?
SIMON: Das lässt sich bei einem Pferd erst ab drei Jahren sagen, er ist aber erst zweieinhalb.
Sie haben einmal gesagt, ein Pferd ist ein Sportgerät und hat nur den Wert des Schlachtpreises.
SIMON: So ist es auch. Alles was darüber hinausgeht, ist Liebhaberei. Erst wenn sich ein Zweiter dafür zu interessieren beginnt, gewinnt es an Wert. Das ist bei Bildern nicht anders.
Im August werden Sie 65 Jahre alt und gewinnen nach wie vor bei Turnieren. Wie machen Sie das?
SIMON: Ganz einfach, die anderen lassen mich vor. Aber im Ernst, Gott gab mir eine gute Natur und habe Freude am Sport. Ist das nicht mehr der Fall, höre ich auf.
Wie beurteilen Sie die Situation in Österreichs Pferdesport-Szene?
SIMON: Im Springreiten und Dressur sind wir gut in der Breite, an der Spitze hapert es ein wenig.
Woran liegt das?
SIMON: In der Zucht haben wir schon aufgeholt, aber mit den Sponsoren ist es hierzulande leider noch schwierig. Außerdem muss man erst einmal ein Pferd und einen Reiter finden, die ideal zusammenpassen.
Haben Sie noch ein großes Ziel?
SIMON: Eigentlich nicht, ich habe ja schon alles gewonnen.
Ihre Erwartungen für Farrach?
SIMON: Spaß haben und dem Publikum schönen Sport bieten.














