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Zuletzt aktualisiert: 30.05.2007 um 16:20 Uhr

ÖFB-Chef und ÖOC-Vize Stickler begrüßte ÖOC-Maßnahmen

"Da muss man mit aller Strenge reinfahren", erklärte der Chef des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB), der bei der Sitzung des ÖOC am Dienstag dabei war.

Friedrich Stickler

Foto © APAFriedrich Stickler

In seiner Eigenschaft als Vize-Präsident des Österreichischen Olympischen Comitees (ÖOC) hat Friedrich Stickler die Maßnahmen des ÖOC begrüßt, insgesamt 13 Athleten, Betreuer und Mediziner für Olympia zu sperren. "Da muss man mit aller Strenge reinfahren", erklärte der Chef des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB), der bei der Sitzung des ÖOC am Dienstag dabei war.

Hintertürl. Gedopten Athleten dürfe keinesfalls signalisiert werden, "dass vielleicht noch irgendwo ein Hintertürl offensteht", so Stickler, der im Zusammenhang mit der Doping-Problematik auch die Vorbild-Wirkung der Sportler auf die Jugend hervorhob. Vor Schröcksnadel ziehe er auf Grund dessen Vorgangsweise den Hut. "Er hat mit seinem Rückzug eine Situation bereinigt, die ansonsten im Hinblick auf die Salzburger Olympia-Bewerbung nur schwer auszuhalten gewesen wäre."

Unverständnis. Die Kritik des ÖSV am ÖOC stößt bei Stickler allerdings auf Unverständnis. "Zu sagen, das ÖOC vertritt Verbände nicht dementsprechend, ist für mich nicht nachvollziehbar." Von Verschwörungstheorien hält der ÖFB-Boss wenig. "Wir neigen grundsätzlich dazu, uns als Opfer zu sehen und nicht zuzugeben, dass wir Fehler gemacht haben. Opfer-Theorien helfen nur im eigenen Land, international interessiert das keinen."

Doping. Nicht nur das IOC, auch die internationalen Fußball-Verbände wollen laut Stickler mit aller Härte gegen Doping vorgehen. "Beim UEFA-Kongress in Zürich wurde das Doping ganz massiv angesprochen, es wurde ein klares Bekenntnis gegen Doping abgelegt." Stickler will nun die österreichischen Profi-Klubs mit den Inhalten der zuletzt überarbeiteten Anti-Doping-Bestimmungen der UEFA vertraut machen.

Reglement-Änderung. Auch der ÖFB selbst hat auf die jüngsten Ereignisse reagiert. "Nach einer vorgenommenen Reglement-Änderung wird es einen Fall Christian Mayrleb nicht mehr geben", versprach Stickler. Der Pasching-Stürmer war im vergangenen Herbst positiv auf das verbotene Verschleierungsmittel CoDiovan getestet, danach aber von sämtlichen österreichischen Instanzen freigesprochen worden.


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