ÖFB-Chef und ÖOC-Vize Stickler begrüßte ÖOC-Maßnahmen
"Da muss man mit aller Strenge reinfahren", erklärte der Chef des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB), der bei der Sitzung des ÖOC am Dienstag dabei war.

Foto © APAFriedrich Stickler
In seiner Eigenschaft als Vize-Präsident des
Österreichischen Olympischen Comitees (ÖOC) hat Friedrich Stickler
die Maßnahmen des ÖOC begrüßt, insgesamt 13 Athleten, Betreuer und
Mediziner für Olympia zu sperren. "Da muss man mit aller Strenge
reinfahren", erklärte der Chef des Österreichischen Fußball-Bundes
(ÖFB), der bei der Sitzung des ÖOC am Dienstag dabei war.
Hintertürl.
Gedopten Athleten dürfe keinesfalls signalisiert werden, "dass
vielleicht noch irgendwo ein Hintertürl offensteht", so Stickler, der
im Zusammenhang mit der Doping-Problematik auch die Vorbild-Wirkung
der Sportler auf die Jugend hervorhob. Vor Schröcksnadel ziehe er auf
Grund dessen Vorgangsweise den Hut. "Er hat mit seinem Rückzug eine
Situation bereinigt, die ansonsten im Hinblick auf die Salzburger
Olympia-Bewerbung nur schwer auszuhalten gewesen wäre."
Unverständnis.
Die Kritik des ÖSV am ÖOC stößt bei Stickler allerdings auf
Unverständnis. "Zu sagen, das ÖOC vertritt Verbände nicht
dementsprechend, ist für mich nicht nachvollziehbar." Von
Verschwörungstheorien hält der ÖFB-Boss wenig. "Wir neigen
grundsätzlich dazu, uns als Opfer zu sehen und nicht zuzugeben, dass
wir Fehler gemacht haben. Opfer-Theorien helfen nur im eigenen Land,
international interessiert das keinen."
Doping.
Nicht nur das IOC, auch die internationalen Fußball-Verbände
wollen laut Stickler mit aller Härte gegen Doping vorgehen. "Beim
UEFA-Kongress in Zürich wurde das Doping ganz massiv angesprochen, es
wurde ein klares Bekenntnis gegen Doping abgelegt." Stickler will nun
die österreichischen Profi-Klubs mit den Inhalten der zuletzt
überarbeiteten Anti-Doping-Bestimmungen der UEFA vertraut machen.
Reglement-Änderung.
Auch der ÖFB selbst hat auf die jüngsten Ereignisse reagiert.
"Nach einer vorgenommenen Reglement-Änderung wird es einen Fall
Christian Mayrleb nicht mehr geben", versprach Stickler. Der
Pasching-Stürmer war im vergangenen Herbst positiv auf das verbotene
Verschleierungsmittel CoDiovan getestet, danach aber von sämtlichen
österreichischen Instanzen freigesprochen worden.












