300 Knirpse beim Fecht-Nachwuchsturnier in Kärnten
Beim größten Fecht-Nachwuchsturnier Kärntens hieß es gestern für über 300 Knirpse aus halb Europa in Klagenfurt "En garde".

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Bist du aufgeregt?" - die großen Augen von Felix Puchacher schauen einen fragend an. Nach kurzer Nachdenkpause ein nachdrückliches Kopfschütteln: "Nein, wieso denn?" Im Hintergrund ist lautes Säbelrasseln - Verzeihung - Degenrasseln zu hören. Den Siebenjährigen lässt das sichtbar kalt - kein Wimpernzucken ist dem Winzling in seiner Fechtausrüstung zu entlocken. Rund herum wuselt es beim größten Fecht-Nachwuchsturnier Kärntens in Klagenfurt nur so von kleinen D'Artagnans. Alle haben sie den gleichen konzentrierten Blick, mit dem zwischen den Gefechten Finten und Schrittfolgen repetiert werden.
Erster Kampf.
Mitten drin sitzt Felix (Größe 134 Zentimeter) neben seinem Degen (85 Zentimeter) und wartet auf den ersten richtigen Kampf seiner Karriere. Den Gegner kennt er noch nicht, vorbereitet ist einer der jüngsten Fechter Kärntens aber schon bestens: "Man muss genau aufpassen, was der andere macht. Dann kann man ausweichen oder auch selbst zustoßen." So einfach klingt Fechten also bei einer Nachwuchshoffnung.
Anspruchsvoll.
Der Sport gilt als anspruchsvoll - und das auf engstem Raum: 14 Meter lang und 1.5 bis 2 Meter breit ist die Fechtbahn. Ein Treffer mit der Degenspitze zählt einen Punkt, ebenso ein Übertritt des Gegners. Nach vier bis 15 Punkten, die Zahl variiert nach Alter und Turnierrunde, ist ein Gefecht vorbei.
Ganz in Weiß.
Eine spezielle Ausrüstung schützt große und kleine Fechter gleichermaßen - denn Sicherheit geht vor. So schützt eine Kevlar-Weste den Körper vor den Degenstößen. Das Hightech-Material verhindert zusätzlich, dass eine im Gefecht abgebrochene Spitze Verletzungen zuführen kann. Oben drauf sitzt auch bei Felix die Fechtmaske, die Hals und Gesicht schützt - denn auch dort zählen die Treffer, "obwohl im Training nie Stöße zum Gesicht geübt werden", wie Ingomar Seebacher, Obmann der Klagenfurter KAC-Fechter, eilfertig betont.
Zehn Länder.
Aus zehn Länder kommen die Fechter, auch Winzlinge wie Felix sind schon international dabei, denn: "Je früher man beginnt, desto besser", betont Seebacher.
Das beweist an diesem Tag auch Felix, der zwar gegen die Konkurrenz aus Kroatien und der Slowakei noch kein Leiberl hatte. Die Unerschrockenheit eines echten Champions, die stimmt aber schon jetzt.













