Hamilton im Klub der Hunderter
Vor seinem 100. Formel-1-GP hat McLaren-Pilot Lewis Hamilton wieder für Schlagzeilen in der Klatschpresse gesorgt. Der Engländer will sich aber voll auf Hockenheim konzentrieren, geht es doch um einen neuen Vertrag.

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Die jüngsten Bilder zeigten Lewis Hamilton in übermütiger Feierlaune mit Jeans, Kappe und Lederjacke. Es war Partytime bis in die frühen Morgenstunden in einem Londoner Hotel. Und das britische Boulevardblatt "The Sun" berichtete ebenso genüsslich wie ausführlich. Zumal auch noch von einigen Damen die Rede war, die mit dem Formel-1-Weltmeister von 2008 feierten, nicht aber seine Freundin Nicole Scherzinger.
Hamilton selbst will auf der Strecke für positive Nachrichten sorgen. Schließlich geht es um einen neuen, hochdotierten Vertrag. Voraussichtlich wieder bei McLaren, seiner Motorsport-Heimat. Für ein anderes Team in der Formel 1 zu fahren, "würde sich abnormal anfühlen", sagte der Brite.
Auf dem Hockenheimring wird er ebenso wie der Finne Heikki Kovalainen seinen 100. Grand Prix absolvieren. Von den aktuellen 24 Piloten wiesen zuvor sieben Fahrer dreistellige Teilnahme-Zahlen auf, Spitzenreiter ist Rekord-Champion Michael Schumacher mit 297.
"Hätte mehr erreichen können"
Hamilton schien zuletzt etwas frustriert, seine Erfolge liegen lange zurück. Er war WM-Zweiter in der Debüt-Saison 2007 und ein Jahr später mit 23 Jahren Weltmeister - doch in der Folge blieben Erfolgsmeldungen des Gewinners von 18 WM-Läufen Mangelware. Auf die Frage, ob er mehr hätte erreichen können, antwortete Hamilton in Hockenheim eindeutig: "Ja."
"Aber wenn ich nicht so denken würde, wäre ich nicht der Pilot, der ich bin", sagte der 27-Jährige. Er habe sich jedes Jahr perfekt vorbereitet und habe auch die mentalen Fähigkeiten gehabt, mehr zu gewinnen. "Aber es waren die Umstände, warum uns das nicht gelungen ist", erklärte Hamilton. "Es waren harte zehn bis 15 Jahre für dieses Team. Ich warte auf die Zeit, wenn sie auf dem Höhepunkt sind, ich hoffe, dass wir irgendwann an der Reihe sind."
Dass er nun vor dem 100. Grand-Prix stehe, fühle sich unwirklich an. "Auf 100 zu kommen ist wichtig. Es würde eine Menge für mich bedeuten, das 100. Rennen zu gewinnen, aber wichtig ist vor allem ein Sieg." Hamilton rangiert in der WM-Wertung derzeit an der vierten Stelle, 37 Punkte hinter Spitzenreiter Fernando Alonso, und hat die Hoffnung nicht aufgegeben. "Es ist noch ein weiter Weg, alles kann passieren, wir haben noch Zeit."













