Franco Foda: Vom Schloßberg auf den Betzenberg
Ex-Sturm-Trainer Franco Foda ist neuer Trainer des 1. FC Kaiserslautern, wird bereits am Mittwoch präsentiert. Thomas Kristl wird ihm als Co-Trainer folgen. Bei der Austria brodelt die Gerüchteküche um die Vastic-Nachfolge.

Foto © GEPA/Kanizaj/Montage KLZ DIGITALFranco Foda geht zurück nach Deutschland
Aus Franco Foda wird ein "roter Teufel". Der ehemalige Sturm-Trainer geht aber nicht zum GAK, sondern zum 1. FC Kaiserslautern, den "roten Teufeln vom Betzenberg." Am Dienstag war Foda in Kaiserslautern, am Mittwoch wird er bei FCK-Präsident Stefan Kuntz den Vertrag unterschreiben. "Das ist eine große Herausforderung, auf die ich mich sehr freue", sagt Foda. Sein Co-Trainer dürfte wie bei Sturm Thomas Kristl werden. Um 11 Uhr soll Foda offiziell als Nachfolger des Bulgaren Krassimir Balakov präsentiert werden.
Damit ist der ehemalige Sturm-Trainer seinem Ziel, als Trainer in der deutschen Bundesliga zu arbeiten, einen Schritt näher gekommen. Darum hat er auch Angebote aus Belgien, Georgien und der Ukraine ausgeschlagen.
Mit dem Wechsel auf den Betzenberg schließt sich für Foda der Kreis. Schon in der Jugend spielte er für Kaiserslautern und feierte am 15. Oktober 1983 schließlich sein Debüt in der deutschen Bundesliga gegen Eintracht Braunschweig. Nach Engagements in Bielefeld und Saarbrücken kehrte er dann 1987 zu den "Lauterern" zurück und trug in drei Jahren 87 Mal das Dress des FCK. 1990 holte er an der Seite des heutigen Präsidenten auch den DFB-Pokal. Kuntz wollte Foda schon 2009 nach Kaiserslautern holen, damals lehnte Foda aus familiären Gründen ab, diesmal hat es mit dem Wechsel geklappt.
Der Aufenthalt in der zweiten Liga soll nur ein Zwischenstopp bleiben. Der sofortige Wiederaufstieg ist das ausgerufene Ziel der Ära Foda. Wer weiß, vielleicht gelingt ihm das gleiche Kunststück wie Otto Rehhagel. Der hatte Kaiserslautern nach dem Abstieg 1996/97 wieder in die Bundesliga gebracht und ist 1997/98 gleich im ersten Jahr Meister geworden.
Aus der Wüste nach Wien?
Damit ist aber auch der Wiener Austria der erklärte Wunschmann für die Vastic-Nachfolge abhandengekommen. "Aber wir hatten ein gutes Gespräch und die Austria hat eine gute Philosophie", sagt Foda. Bloß wer wird diese gute Philosophie in Zukunft auf der Trainerbank umzusetzen versuchen? In Violett hüllt man sich in Schweigen und will Gerüchte nicht kommentieren, wonach Peter Stöger (Wr. Neustadt), Walter Kogler (Innsbruck) und der ehemalige Austrianer Rashid Rachimov heiße Kandidaten sein sollen.
Der heißeste scheint aber ein anderer zu sein: Ex-Teamchef Josef Hickersberger, der den Wüstenklub Al-Wahda heuer verlassen wird und der die Austria schon 1993/94 betreute. Und Vizemeister wurde.
Features
Franco Foda
- Geboren: 23. April 1966 in Mainz
- Klubs als Spieler: Mainz, 1. FC Kaiserslautern, Arminia Bielefeld, 1. FC Saarbrücken, Kaiserslautern, Bayer Leverkusen, VfB Stuttgart, FCBasel, Sturm Graz (Sommer 1997 bis Karriereende Sommer 2002)
- Klubs als Trainer: Sturm-Amateure (2001-2002), SK Sturm (interimistisch; 2002-2003), Sturm-Amateure (2003-2006), SK Sturm (2006-2012), 1. FC Kaiserslautern (ab 2012)















