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Zuletzt aktualisiert: 29.09.2011 um 12:10 UhrKommentare

Verfahren gegen Jungwirth zu kleinem Teil eingestellt

Der langjährige ehemalige Generalsekretär des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC), Heinz Jungwirth, der sich im Jahr 2009 nach Auftauchen schwerer Vorwürfe aus der Funktion zurückgezogen hat, ist vorerst zu einem kleinen Teil rehabilitiert.

Heinz Jungwirth

Foto © APAHeinz Jungwirth

Die Staatsanwaltschaft Salzburg hat die Ermittlungen gegen Jungwirth in einem kleinen Teilbereich eingestellt. Zum Vorwurf, er habe eine Million US-Dollar veruntreut, die vom Österreichischen Skiverband an das ÖOC gezahlt worden war, gebe es keinen "Tatnachweis", teilte die Behörde in einem Schreiben vom 27. September mit, das der APA vorliegt. Konkret geht es um eine Sachverhaltsdarstellung des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV), die dieser am 10. August 2009 bei der Anklagebehörde in Salzburg eingebracht hatte. Als Folge des Dopingskandals um österreichische Langläufer und Biathleten bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin hatte der ÖSV dem ÖOC aufgrund einer vom IOC verhängten Strafe eine Million US-Dollar zweckgebunden für Anti-Doping-Maßnahmen überwiesen. In der Anzeige äußerte der Skiverband den "Verdacht, dass diese Million vom ÖOC nicht für den Anti-Doping-Kampf eingesetzt worden ist".

Der stellvertretende Sprecher der Staatsanwaltschaft Salzburg, Marcus Neher, bestätigte am Donnerstag gegenüber der APA, dass das Verfahren gegen Jungwirth "in diesem kleinen, sehr abgegrenzten und überschaubaren Bereich" eingestellt worden sei, weil mit Belegen nachzuweisen war, dass die genannte Summe vom ÖOC tatsächlich in das Internationale Olympische Komitee (IOC) überwiesen worden sei. Bei einer Teileinstellung eines kleinen Bereiches müsse Jungwirth aber klar sein, dass noch ein großer Teil offen sei, und üblicherweise würden Verfahren ganz oder gar nicht eingestellt.

Die Ermittlungen zur ganzen Affäre dauern laut Neher weiter an. Klar sei inzwischen, dass sich einzelne Bereiche inhaltlich klar abtrennen lassen, weshalb die Angelegenheit in mehrere Verfahren geteilt werde. Dadurch könnten jene Fälle, die rascher geklärt seien, auch früher abgeschlossen werden. Die Justiz ermittelt in der Causa rund um die ÖOC-Affäre und um die Malversationen bei Salzburgs Bewerbung um die Winterspiele 2014 gegen insgesamt 17 Beschuldigte. In einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber der APA meinte Jungwirth, dass diese Vorwürfe nur dazu gedient hätten, den Namen Jungwirth zu besudeln. Enttäuscht sei er auch, dass ihn der damalige ÖOC-Präsident Leo Wallner fallen habe lasse. "Er unternahm nichts, um die Angelegenheit zu klären, obwohl er über die Situation genau Bescheid wusste."


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