Ehemaliger ÖOC-Präsident Wallner muss vor Gericht
Anfang März ist gegen den ehemaligen ÖOC-Präsidenten Leo Wallner eine Klage eingebracht worden. Das gab der Vertreter der klagenden Parteien, Rechtsanwalt Peter Melicharek, am Donnerstag bekannt.

Foto © GEPALeo Wallner
Anfang März ist gegen den ehemaligen ÖOC-Präsidenten Leo Wallner Klage erhoben worden. Das hat der Vertreter der klagenden Parteien, Rechtsanwalt Peter Melicharek, am Donnerstag via APA-OTS bekanntgegeben. Melicharek vertritt den Salzburger Strategieberater Erwin Roth und dessen Unternehmen Serial GmbH in zwei in Wien anhängigen Zivilprozessen. In der ersten Klage geht es darum, dass Roth für die strategische Beratung und Betreuung der Bewerbung Salzburgs für die Olympischen Winterspiele 2014 immer noch Vergütungen in Höhe von mehr als 300.000 Euro fordert. Auftraggeber sei der mittlerweile liquidierte Olympia-Förderverein gewesen, dem Leo Wallner als Präsident vorstand. Dass die Prozessführung laut Melicharek auch auf Anraten von Karl Stoss, dem Nachfolger von Leo Wallner im ÖOC und bei den Casinos Austria erfolgt sei, bezeichnete Stoss-Sprecher Martin Himmelbauer auf APA-Anfrage als "völlig absurd". Stoss befand sich Donnerstag bereits wieder auf dem Weg nach Vancouver zu den Paralympics, dort hält sich seit Mittwoch auch Wallner wieder auf.
Rufschädigung
Laut Melicharek ist gegen Wallner weiters am Handelsgericht Wien ein zweites Verfahren anhängig, bei dem diesem Rufschädigung zur Last gelegt wird. Demnach habe Wallner Roth in einem Interview gegenüber dem "Salzburger Fenster" vom 27. Jänner 2010 (Online-Ausgabe) unrichtig öffentlich als Lügner dargestellt. Der Artikel betraf die Affäre um Walter Mayer und eine von Wallner beauftragte und von Roth durchgeführte Zahlung, wegen der Mayer letztlich seine Klagen gegen IOC-Präsident Jaques Rogge und Richard Pound, dem damaligen Chef der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), zurückzog. Im "Salzburger Fenster" wird Wallner zitiert mit "ich habe den Roth aber sicher nicht aufgefordert, den Mayer zu bezahlen". Diese Behauptung sei faktenwidrig, so Melicharek: "Meinem Mandanten liegt sogar eine eidesstattliche Versicherung eines Zeugen über den Auftrag Wallners vor. Als Stratege und Taktiker hatte Erwin Roth die klare Anweisung, mit Mayer eine Lösung zu finden.
Roth habe 290.000 Euro an die Gläubigerbanken von Walter Mayer überwiesen und Mayer erklärte anschließend - wie von Erwin Roth erhofft - ohne irgendeine vertragliche Verpflichtung, aus freien Stücken und eigenem Antrieb die Rückziehung der Klagen gegen Rogge und Pound, hieß es in der Aussendung.















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