Schweiz bleibt bei Steuerbefreiung für FIFA und UEFA
Die beiden in der Schweiz ansässigen Fußball-Verbände FIFA (Weltverband) und UEFA (europäischer Verband) profitieren auch in Zukunft von Steuerbegünstigungen.

Foto © GEPA
Die internationalen Fußball-Verbände FIFA und UEFA profitieren auch in Zukunft von den Steuerbegünstigungen in der Schweiz. Das Parlament der Eidgenossen wies am Dienstag mit großer Mehrheit eine parlamentarische Initiative für eine Besteuerung der Gewinne der in der Schweiz ansässigen Organisationen zurück.
Mit der Eingabe sollte erreicht werden, dass steuerbefreite oder steuerbegünstigte Organisationen wie die FIFA in Zürich oder der europäische Verband UEFA in Nyon am Genfer See künftig auf Gewinne aus Welt- oder Europameisterschaften Steuern bezahlen müssen. Dabei war unter anderem von einer Milliarde Franken (684 Mio. Euro) steuerfreiem Gewinn die Rede, den die UEFA mit der Vermarktung der EURO 2008 erwirtschaftet habe. Die Organisation der EM zusammen mit Österreich war allein in der Schweiz mit Staatsbeiträgen in Höhe von etwa 200 Millionen Franken (136,7 Mio. Euro) unterstützt worden.
Wichtige soziale Rolle
Aus Sicht der Parlamentsmehrheit spielen die internationalen Sportverbände jedoch eine wichtige soziale Rolle. Verbände, die von Steuerbegünstigungen profitierten, seien zudem verpflichtet, die Gewinne für öffentliche oder gemeinnützige Ziele zu verwenden. Die Verbände müssten nach geltendem Recht regelmäßig nachweisen, dass diese Zwecke erfüllt worden seien.
Charles Favre (FDP) hob im Namen der vorberatenden Kommission den Imagegewinn hervor, von dem die Schweiz wegen der Präsenz der Sportverbände profitiere.














