Tausende "Benzinbrüder" bejubelten Vettel und Schlierenzauer
4. Fullgas-Day im Zillertal zugunsten von "Wings for Life".

Foto © APAFormel-1 Pilot Sebastian Vettel, Ex-Rallye Fahrer Heinz Kinigadner und Skispringer Gregor Schlierenzauer (von links)
Roland Düringer hätte seinen Spaß gehabt. Tausende "Benzinbrüder" kamen am Freitag zum vierten Fullgas-Day von Heinz Kinigadner in den beschaulichen Zillertaler Ort Uderns. Und die Fans bejubelten vor allem den deutschen Formel-1-Star Sebastian Vettel und den Überflieger der Saison Gregor Schlierenzauer. Der Reinerlös der Veranstaltung kommt der Stiftung "Wings for Life" zu gute.
Selbstverständlichkeit. Vettel betonte, dass bei Red Bull alle Sportler hinter den Projekt "Wings for Life" stehen. Deshalb war es für den Deutschen, der heuer heuer bereits den Grand Prix von Malaysa gewann, eine Selbstverständlichkeit, ins Zillertal zu kommen. "Erst wenn man hier im Zillertal ist, spürt man, wie die Leute von 'Wings for Life' ticken", sagte der Formel-1-Star. Zur WM meinte Vettel: "Jetzt habe ich ein Rennen gewonnen, ich will auch die WM gewinnen, das ist aber noch ein langer Weg." Vettels Red-Bull-Kollege Mark Webber ließ ich entschuldigen.
Autogramme. Mehr Applaus als der deutsche Weltstar erhielt jedoch ein Lokalmatador. Als Gregor Schlierenzauer, der Überflieger der vergangenen Skispringersaison, auf die Bühne gebeten wurde, begannen vor allem seine weiblichen Fans zu kreischen. Schlierenzauer, der ebenso wie Vettel geduldig Autogramme auf Handys oder 100-Euro-Scheine schrieb, betonte, dass es auch für ihn eine Selbstverständlichkeit sei, zum "Fullgas-Day" ins Zillertal zu kommen.
Stars. Doch die beiden waren nicht die einzigen Stars, die der Einladung von Heinz Kinigadner gefolgt sind. So reiste Gerhard Berger eigens aus Monaco an. Wobei Gerhard Berger sich nicht mehr zu den "Benzinbrüdern" zählt. Im Gespräch mit der APA- Austria Presse Agentur betonte der ehemalige Formel-1-Fahrer und Teambesitzer von Toro Rosso, dass für ihn eine Rückkehr in die Formel 1 nicht vorstellbar ist: "Da gehe ich lieber an den Strand, das ist lockerer."
"Benzinbrüdern“. Auch der ehemalige ÖSV-Speedfahrer Matthias Lanzinger, dem nach einem Horrorsturz im vergangenen Jahr der Unterschenkel amputiert wurde und der seit seiner Rehabilitation in Bad Häring mit Kinigadner befreundet ist, feierte mit. Lanzinger, der sich zu den "Benzinbrüdern" zählt, schwärmte: "Für mich ist der Fullgas-Day wie Ostern und Weihnachten zusammen." Lanzinger, der von KTM nach seinem Unfall eine auf Handschaltung umgebaute Rennmaschine bekam, bedauerte nur, dass er bisher zu wenig zum Fahren kam: "Das werde ich heuer aber nachholen."
Unterstützung. "Wings for Life" wurde vor fünf Jahren von ehemaligen Motocross-Star Heinz Kinigadner und Didi Mateschitz gegründet, ein Jahr nachdem Kinigadners Sohn Hannes nach einem Unfall in den Rollstuhl musste. "Wings for Life" hat sich zum Ziel gesetzt, Forschungsprojekte zu unterstützen, damit Querschnittlähmung heilbar wird. In den vergangenen fünf Jahren wurden 22 Projekte mit 2,124.622 Euro unterstützt.












