In der NBA beginnt die Jagd auf die Boston Celtics
Der Ex-St. Pöltner Mike James sieht eine Vielzahl von Titelanwärtern. Der erste Herausforderer der Celtics sind wohl die LA Lakers.

Foto © ReutersMike James
Die Boston Celtics gehen erstmals seit 22 Jahren wieder als Titelverteidiger in eine NBA-Saison. Das Spieljahr 2008/09 beginnt in der Nacht auf Mittwoch (MEZ) und sieht eine Vielzahl von Jägern des 17-fachen Champions. Die APA - Austria Presse Agentur sprach in Barcelona anlässlich der NBA Europe Live-Tour 2008 mit Mike James (New Orleans Hornets), der vor zehn Jahren in St. Pölten gespielt und geheiratet hatte, und bat ihn um seine Einschätzung zur neuen Saison.
Titelanwärter.
Der 33-jährige Guard betonte wie auch sein Coach Byron Scott, dass die Southwest Division der Western Conference mit u.a. den San Antonio Spurs, Dallas Mavericks, Houston Rockets und eben den Hornets "die schwerste" und demnach eine besonders "große Herausforderung" sei. Alle vier Teams seien durchaus zu Titelanwärtern zu zählen. Es werde also schon in der regulären Saison darum gehen, sich in der Division eine gute Position zu erarbeiten, um im Play-off möglichst lange Heimvorteil zu genießen, so James.
LA Lakers.
Im Westen müsse man selbstverständlich auch die Los Angeles Lakers auf der Rechnung haben. Dazu kämen als Meisterschaftskandidaten aus dem Osten neben dem Titelverteidiger die Cleveland Cavaliers mit seinem "Namensvetter" LeBron James, den viele Experten als Anwärter Nummer eins auf die MVP-Trophäe sehen, sowie die Detroit Pistons. "Die darf man nie vergessen", erinnert Mike James an seinen Ex-Verein, mit dem er 2004 den Titel geholt hatte.
Hornets.
Seine Hornets schätzt der NBA-Spieler mit Österreich-Vergangenheit ebenfalls sehr hoch ein. "Wir haben mit Chris Paul den besten Point-Guard der Liga, mit David West einen All-Star-Forward und Tyson Chandler als Center. Dazu ist Peja Stojakovic ein toller Werfer. Die Verpflichtung von James Posey (aus Boston) bringt Championship-Erfahrung in unser Team. Nicht zuletzt haben wir eine der besten Bänke in der NBA", sagte James über sein Team.
Titelverteidiger.
Die Mannschaft, die es zu schlagen gilt, wird wohl dennoch Boston bleiben. Der Titelverteidiger darf weiterhin auf sein Star-Trio Kevin Garnett, Paul Pierce und Ray Allen vertrauen, das nicht nur maßgeblichen Anteil am Gewinn der ersten NBA-Meisterschaft seit 1986 hatte, sondern auch immer noch als "hungrig" gilt. Keine Überraschung wäre eine Neuauflage des Finales 2008 im kommenden Juni. Die Lakers um Kobe Bryant und Pau Gasol sollten mit der Rückkehr von Center Andrew Bynum nach überstandener Knie-Operation noch einen Tick stärker als zuletzt sein.
Europäische Spieler.
Dass Europa verstärkt Spieler aus der nordamerikanischen Profiliga anlockt, beunruhigt NBA-Commissioner David Stern nicht. Das sei "gut für das Spiel", merkte er etwa zum Wechsel von Josh Childress von den Atlanta Hawks zu Olympiakos Piräus nach Griechenland an. Außerdem seien auch in der NBA aktuell 75 internationale Spieler unter Vertrag. Und es würden wohl mehr werden. Stern: "Yao Ming bringt uns chinesische Youngsters, Dirk Nowitzki, Pau Gasol oder Tony Parker bringen mehr europäische Spieler in die NBA." Mit Oklahoma City Thunder gibt es 2008/09 auch einen neuen Club in der Liga. Es handelt sich um den Nachfolge-Verein der aus Seattle "ausgewanderten" Sonics um Jungstar Kevin Durant.














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