Horror-Szenario 2009: "Dopingsünder" kehren zurück
Von Landis bis Winokurow - zahlreiche "Dopingsünder" kehren im kommenden Jahr zurück in den Radsport.

Foto © APZurück aus der Pension: Auch Lance Armstrong will es noch einmal wissen
Während der Radsport in Österreich nach dem
Doping-Geständnis von Bernhard Kohl um finanzielle Unterstützung durch Sponsoren bangen muss und im deutschen Profi-Radsport langsam die Lichter ausgehen, scheint die Zukunft der durch die Sportgeißel "verseuchten" und unter Generalverdacht stehenden Branche anderswo
kaum gefährdet. Wenn der Weltverband UCI oder der neuerdings wieder mit der Dach-Organisation kooperierende Tour-Veranstalter ASO nicht
einschreiten, droht dem Radsport 2009 eine massenhafte Rückkehr prominenter Doping-Sünder.
In den Schlagzeilen. Nach abgesessenen Sperren bzw. der Rückkehr aus zwischenzeitlicher Sport-Pension sind Lance Armstrong, Tyler Hamilton, Floyd Landis
(alle USA), Ivan Basso (Italien) und Alexander Winokurow (Kasachstan) wieder startberechtigt. Vielleicht werden sie sogar allesamt beim
Saisonhöhepunkt im Juli - der 96. Auflage der Tour de France, die in den vergangenen Jahren in erster Linie durch Doping-Skandale in die Schlagzeilen geraten ist - wieder dabei sein. "Damit verabschieden wir uns für dieses Jahr vom Radsport", schrieb der Internetanbieter "Radsport-News" am Samstag in seinem Live-Ticker
nach dem letzten großen Saison-Rennen, das Vizeweltmeister Damiano Cunego im Alleingang gewann.
Comeback. Alberto Contador hatte am Samstag erklärt, dass er seinen Vertrag bei Astana bis 2010 erfüllen und mit der angekündigten Rückkehr Winokurows keine Schwierigkeiten haben werde. Der ehemalige
T-Mobile-Star war bei der Tour de France 2007 des Fremdblut-Dopings überführt und trotzdem von seinem Landesverband nur ein Jahr gesperrt worden. Durch die Vordertür kommt der siebenfache Rekordsieger Armstrong zurück. Frankreichs Anti-Doping-Agentur verlangte von ihm für eine Tour-Rückkehr zwar, die nachträglich erbrachten Analyse-Ergebnisse seines ersten Toursieges von 1999 anzuerkennen. Darin war Armstrong sechsmal positiv auf EPO getestet worden, was für den 2005 zurückgetretenen Texaner keinerlei Konsequenzen hatte.
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Floyd Landis fährt 2009 wiederFoto © AP













