Olympiasiegerin Kate Allen hängt noch ein Jahr dran
Die Olympiasiegerin bleibt dem Triathlon-Sport noch für ein Jahr erhalten. Der Ironman ist kein Thema, Kate Allen will auf der Kurzdistanz brillieren.

Foto © GEPANoch nicht reif für die "Pension": Kate Allen
Triathlon-Olympiasiegerin Kate Allen hat sich entschlossen, noch ein Jahr dranzuhängen! "Aber dann ist endgültig Schluss mit meiner aktiven Karriere", hat Kate Allen am Donnerstag verkündet. Und sie meinte es ernst, so wie sie eine Woche nach ihrer schweren Handoperation vor die Presse trat. Doch die 38-Jährige, die 2004 sensationell Olympisches Gold gewann, will den Triathlonsport erhalten bleiben, auch wenn der größte Wunsch die Gründung einer "echten" Familie ist. Nach den verpatzten Spielen in Peking und einer durchwachsenen Saison hatte Allen arge Zweifel. Jetzt sei sie aber glücklich, eine Entscheidung gefunden zu haben: "Es ist jetzt ein schönes Gefühl."
Definitiv. "Es wird definitiv die letzte Saison sein, das haben wir nach gemeinsamen Überlegungen besprochen", bestätigte Marcel Diechtler, ihr Tiroler Ehemann und Manager. Der Fokus in der nächsten Saison soll nur noch auf der Kurzdistanz liegen, auf der Allen auch ihren größten Erfolg gefeiert hat. Die Vorbereitung beginnt bereits sofort nach Weihnachten mit einem über dreimonatigen Trainingscamp in Australien.
Die Höhehpunkte. Die Höhepunkte hat sich das Triathlon-Erfolgspaar auch schon im Kalender notiert. Sicherlich will Allen die sechs Rennen der neu geschaffenen "World Championship-Series" bestreiten und danach am 13. September beim "Grand Final" dieser Serie in Gold Coast/Australien dabei sein. Dazu kommt die im EM im Juni in den Niederlanden. "Nochmals eine Medaille bei der EM wäre toll", so Allen. "Wichtig wird für mich aber der 19. Juli, der Triathlon in Kitzbühel. Der Abschied von meinen heimischen Fans", sagte Allen. Ob Kitzbühel im nächsten Jahr überhaupt im Weltcupkalender steht, entscheidet sich erst Ende November.
Operation. Vor exakt einer Woche wurde Kate Allen, die sich bei einem schweren Sturz mit dem Rad bei einem Weltcup-Rennen im April in Neuseeland unter anderem eine schwere Daumenverletzung zugezogen hatte, in der Innsbrucker Universitätsklinik operiert. "Alles ist gut gegangen, auch wenn die Operation überraschend zweieinhalb Stunden gedauert hat, weil ein Nerv am Knochen angewachsen war", berichtete Allen, der am kommenden Mittwoch die Nähte entfernt werden.
Familie. Aber Allen und Ehemann Diechtler haben sich auch schon Gedanken über ihre Zukunft gemacht. "Ich will endlich eine Familie", sagte die 38-Jährige, die als Globetrotterin und Kellnerin vor Jahren ihren Marcel in Kitzbühel kennen gelernt hat. "Aber ich bleibe auch dem Triathlon erhalten, wir sind dabei Projekte zu entwickeln", erzählte Allen und Diechtler ergänzte: "Es geht darum, den Sommersport auf andere Füße zu stellen, koordiniert zu arbeiten. Wir arbeiten jetzt schon mit den Bundeskanzleramt zusammen."
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Größter Erfolg
Kate Allen, die in Australien geboren wurde und seit September 2002 in Österreich lebt, feierte 2004 bei Olympia in Athen mit ihrem Triumph im Triathlon den größten Erfolg ihrer Karriere. Im selben Jahr wurde sie auch zu Österreichs "Sportlerin des Jahres" gewählt.














