Ex-WADA-Chef Pound sieht Armstrong-Comeback äußerst kritisch
Akls Grund nannte Pound, dass viele Fragen aus der Vergangenheit noch unbeantwortet seien.

Foto © APEx-WADA-Chef Pound
Die Rückkehr von Lance Armstrong stößt bei Dick Pound, dem ehemaligen Chef der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA, auf wenig Gegenliebe. Bei all der Aufregung über das Comeback des US-Radstars soll man nicht vergessen, dass die Karriere des
mittlerweile 37-jährigen Texaners stets von Doping-Gerüchten begleitet war, betonte Pound am Mittwoch.
Positve EPO-Proben. "Wenn er denkt, dass seine Rückkehr die Fragezeigen auslöschen kann, die vom ehemaligen französischen Sportminister und den Tour-Organisatoren aufgeworfen wurden ... diese Fragen blieben bis heute unbeantwortet", sagte der Kanadier. "Er muss aufklären, wie es zu sechs positiven EPO-Proben bekommen ist. Die UCI
(Radsport-Weltverband) verweigert diesbezüglich die Zusammenarbeit", so Pound, der stets zu den schärfsten Armstrong-Kritikern gehört
hatte, weiter.
Unkorrekt. Armstrong wurde nie positiv auf eine verbotene Substanz getestet, sechs nachträgliche Untersuchungen von Proben aus dem Jahr 1999
hatten Spuren des Hormons EPO (Erythropoietin) gezeigt. Eine unabhängige Kommission sprach Armstrong später vom Dopingverdacht
frei und bemängelte die unkorrekten Testverfahren. Auch mögliche medizinische Ausnahmegenehmigungen, die ihm die Einnahme von dopingrelevanten Medikamenten aufgrund seiner überstandenen
Krebserkrankung erlauben, hatten ebenso für Kontroversen gesorgt.
Tests. Der siebenfache Tour-de-France-Sieger, der Leistungsmanipulation
stets abgestritten hatte, kündigte indes an, auf seinem Weg zum
Comeback jederzeit für Dopingtests zur Verfügung zu stehen und sich
einem rigorosen Testprogramm eines US-Anti-Doping-Experten zu
unterwerfen. Pound kritisierte, dass diese Tests irrelevant seien,
sofern sie nicht von einem vom IOC oder der WADA akkreditierten Labor
durchgeführt würden.












