Zwei Jahre Sperre ohne positiven Doping-Test
Der australische Radfahrer Mark Roland darf die nächsten zwei Jahre keine Bewerbe bestreiten. Einen positiven Doping-Test hat er allerdings nie abgegeben.

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Der australische Rad-Profi Mark Roland ist wegen Dopings für zwei Jahre gesperrt worden, obwohl kein positiver Test vorlag. Diese ungewöhnliche Entscheidung gab die Anti-Doping-Agentur Australiens (ASADA) am Freitag bekannt. Dem 30-Jährigen, der seit 2003 dem Team Giant Asia Racing angehört, war bei medizinischen Untersuchungen die Einnahme von Wachstums-Hormonen sowie des Steroids Dehydroepiandrosteron in den Jahren 2003 und 2004 nachgewiesen worden.
Spektakulär. "Dieser Fall ist deshalb so spektakulär, weil es keine positiven Tests gab, der die Sanktionen auslöste. Stattdessen fußt die Sperre allein auf den Beweisen, die von den Forschern der Anti-Doping-Agentur erbracht wurden", erklärte der ASADA-Vorsitzende Richard Ings am Freitag. "Diese Sperre veranschaulicht unmissverständlich, dass es nicht nötig ist, Athleten mit einem positiven Test der Verletzung der Antidoping-Richtlinien zu überführen", sagte Ings. "In diesem Fall haben die ASADA-Forscher in Zusammenarbeit mit Regierungsstellen einen ernsthaften Doping-Verstoß festgestellt und sind dem nachgegangen. Durch normale Testverfahren wäre dies nicht festzustellen gewesen", fügte der Präsident hinzu. Wie genau das Untersuchungsverfahren ablief, wurde nicht erklärt.
Erster Verstoß. Der erste Verstoß war Roland mit dem Gebrauch von Wachstum-Hormonen am 27. August 2003 nachgewiesen worden. Rückwirkend wurden alle seine Ergebnisse bis einschließlich dem 25. April diesen Jahres annulliert.













