Dank Dopingfall könnte Jukic EM- und WM-Bronze erben
Weil der Grieche Ioannis Drymonakos bei EM und WM gedopt war, könnte Dinko Jukic schon bald über zwei Bronze-Medaillen jubeln.

Foto © GEPADinko Jukic
Der griechische Spitzenschwimmer Ioannis Drymonakos hat eine positive Dopingprobe abgelegt und verhilft damit wohl dem Wiener Dinko Jukic zu je einer EM- und WM-Bronze-Medaille. Nach positiver A-Probe meldete Drymonakos' Anwalt am Mittwoch im Rundfunk, dass die B-Probe dasselbe Ergebnis gebracht hatte. Jukic war bei der Langbahn-EM in Eindhoven und der Kurzbahn-WM in Manchester über 400 m Lagen hinter Drymonakos jeweils Vierter gewesen.
Karriereende. Im Urin des 24-jährigen Griechen wurde das Steroid Trenbonol (Methyltrienolon) gefunden, woraufhin der Athlet sein Karriereende verkündet hat. "Er hört mit Sport auf, will den Fall juristisch klären, hat nie bewusst diese Substanz genommen", meinte der Anwalt. Die für Drymonakos verhängnisvolle Trainingskontrolle passierte Anfang März. Damals waren auch sechs Frauen und fünf Männer aus dem griechischen Gewichtheber-Lager positiv getestet worden.
Medaillen. Drymonakos hatte in Eindhoven EM-Gold über 200 m Delfin und -Silber über 400 m Lagen geholt, in Manchester WM-Bronze über 400 m Lagen. Der Fall muss nun offiziell vom griechischen Verband an den Weltverband FINA genannt werden, dieser trifft dann die Entscheidung über die dann vakanten Medaillen. Es ist davon auszugehen, dass Athleten nachrücken. Jukic müsste demnach in einigen Wochen als zweifacher "Bronzener" ausgezeichnet werden.
Vor Olympia. OSV-Generalsekretär Thomas Gangel: "Wir werden da einen schönen Rahmen finden, um die Medaillen zu überreichen." Laut dem Funktionär müsste sich das noch vor den Olympischen Spielen in Peking ausgehen. "Vielleicht bei der Verabschiedung der Olympia-Mannschaft. Das wäre noch einmal eine schöne Motivation." Für Jukic wären es die Medaillen drei und vier, in Eindhoven hatte er Silber über 200 m Lagen und 4x200-m-Kraul-Bronze geholt.
Jukic würde sich über die Medaillen aber natürlich freuen, ist von Drymonakos persönlich enttäuscht. "Ich hätte nicht gedacht, dass er das macht."
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Erste Stellungnahme
"Sicher ist es nicht das Gleiche, wie wenn ich im Wasser eine Medaille gewinne. Ich bin bei EM und WM im Gedanken daran geschwommen, dass der Sport sauber ist. Deswegen tut mit dieser Fall auch leid für den Schwimmsport."
Dinko Jukic













