Jeder Kicker kostet 1000 Euro
LH Haider stellte nach Beschwerden Kärntner Sportvereine zwischen 200.000 und 300.000 Euro für den Nachwuchs in Aussicht.

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Vertreter von zwölf Nicht-Fußball-Vereinen, darunter auch KAC und VSV, marschierten am Donnerstag bei Landeshauptmann Jörg Haider auf, um ihren Unmut über die horrende Förderung des Fußballs zu plaudern. Gleich am Beginn stellten die Herren klar: "Wir betonen ausdrücklich, dass wir dem Fußball um nichts neidig sind, ihm nichts wegnehmen wollen. Uns geht es nur um die Relation der Förderungen."
Größzügig. Wie recht sie haben, zeigt ein kleines Rechenbeispiel: 1500 Jugendliche tragen den Dress des SK Austria Kärnten, FC Kärnten, SV Spittal, Feldkirchen, Bleiburg, SAK und WAC/St. Andrä. Für sie sind im Projekt des Fußballverbandes 1,5 Millionen Euro vorgesehen. Jeder Kicker kostet also 1000 Euro.
Über 1000 Nachwuchsakteure bilden die anderen Vereine in den höchsten österreichischen Spielklassen aus. Für sie ist bisher nicht einmal ein Cent aus dem Zukunftsfonds vorgesehen. Haider nahm die Argumentation der Basketballer, Handballer, Eishakler, Volleyballer usw. zur Kenntnis und zeigte sich großzügig.
Zufrieden, aber nicht glücklich. "Er hat uns in Aussicht gestellt zwischen 200.000 und 300.000 Euro für den Nachwuchs aufzutreiben", verriet ein Funktionär.
"Er sagte uns auch, dass es aus dem Zukunftsfonds nichts gibt, weil das Geld nur für den Fußball beschlossen wurde." Wirklich glücklich waren die zwölf Klubvertreter nicht, aber doch zufrieden, dass es wenigsten ein bisschen Geld geben könnte. Die Vereine richten nun eine Arbeitsgruppe ein, die die Nachwuchsstrukturen aller Klubs erfassen soll, um einen gerechten Aufteilungsschlüssel für das Bare zu finden - so ferne es je fließt.














