Olympia: Max-Theurer will, Frühmann will nicht
Victoria Max-Theurer und Harald Ambros haben ihre Quotenplätze praktisch fix, nun geht es noch um die ÖOC-Normen. Thomas Frühmann hat keine Olympia-Ambitionen mehr.

Foto © GEPAVictoria Max-Theurer auf Salieri
Für die zwei heimischen Pferdesportler mit Olympia-Chancen tritt die Qualifikation für die Spiele in Peking in die Endphase. Während Österreich 2004 in Athen durch zwei Teams (Dressur und Vielseitigkeit) vertreten war, haben diesmal nur Victoria Max-Theurer in der Dressur und Harald Ambros in der Vielseitigkeit die Möglichkeit, als Einzelreiter im August bei den olympischen Bewerben in Hongkong dabei zu sein. Springreiter Thomas Frühmann, der 1992 mit dem Team Silber gewann, hat keine Olympia-Ambitionen mehr.
Quotenplätze. Victoria Max-Theurer, die Tochter der Dressur-Olympiasiegerin von Moskau 1980, führt die Qualifikations-Rangliste des Weltverbandes (FEI) in der Südwesteuropa-Zone an, und auch Ambros geht davon aus, dass er mit Stichtag 1. Mai einen Quotenplatz für Österreich innehaben wird. Für beide geht es in den kommenden Freiluft-Turnieren um das Erreichen der Normen des ÖOC. Max-Theurer peilt zuerst Anfang Mai in München-Riem (1.-4.5.) Spitzenplätze an, Ambros möchte in Kreuth (18.-20.4.) und in Marbach (9.-11.5.) die Qualifikationschance nützen.
Die Qual der Wahl. Max-Theurer und Ambros haben für Olympia je zwei Pferde zur Auswahl. Die 22-jährige Victoria schwärmt von der aktuellen Form ihres zehnjährigen Wallachs Salieri, mit dem sie zuletzt beim CDI in Stadl-Paura gewonnen hat, und hat im bewährten 16-jährigen Falcao ein weiteres Top-Pferd im Stall. "Wen ich nach Hongkong mitnehme, falls ich mich qualifiziere, entscheide ich erst später", sagte Max-Theurer. Der Mühlviertler Ambros wird wohl Quick den Vorzug vor seiner Miss Ferrari geben. "Ich glaube, dass er mit den dortigen extremen klimatischen Bedingungen besser zurechtkommen wird", sagte der 28-Jährige.
Frühmann. Für Frühmann sind große Championate wie EM, WM oder Olympia kein Thema mehr. Der 57-jährige Wiener hat in The Sixth Sense nur ein Spitzenpferd zur Verfügung und das setzt er gezielt ein. "Für Olympia müsste man das Pferd monatelang aufbauen und es danach längere Zeit schonen", sagte der Ex-Weltcupsieger. "Ich reite dort, wo es mir Spaß macht." Österreichs aktuelle Nummer eins unterliegt gewissen Zwängen. Es gilt Wünschen der Pferdebesitzerin nachzukommen und auch die Platzierung in der Weltrangliste im Auge zu behalten. In der für ihn uninteressanten Olympia-Quali-Rangliste liegt.
Nächste Station
Frühmann ist ab Donnerstag in Doha beim Auftakt der mit 5,5 Millionen Euro dotierten Global Champions Tour dabei. "The Sixth Sense ist noch nicht bei hundert Prozent, aber es gibt dort sechs Bewerbe, in denen man für die Rangliste punkten kann."
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Thomas FrühmannFoto © APA















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