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Zuletzt aktualisiert: 01.04.2008 um 14:04 Uhr

Di Luca erschien nicht zum Doping-Prozess

Radprofi Danilo di Luca, Giro-Sieger des Vorjahres, ist am Dienstag nicht zu seinem Doping-Prozess beim italienischen Olympischen Komitee CONI in Rom erschienen.

Danilo di Luca hatte zu niedrige Testosteronwerte

Foto © ReutersDanilo di Luca hatte zu niedrige Testosteronwerte

In der Verhandlung geht es um irreguläre Hormonwerte des italienischen Radprofis, der bei einem Test nach der 17. Etappe des Giro d'Italia am 30. Mai 2007 unnatürlich niedrige Testosteron-Werte (vergleichbar mit jenen eines Kleinkindes) aufgewiesen hatte. Das CONI vermutete Manipulation und forderte eine Sperre von zwei Jahren. Mit der Bekanntgabe des Urteils ist nach Auskunft der Beteiligten frühestens an diesem Mittwoch zu rechnen.

Fakten

Der Urteilsspruch wurde laut der Internet-Ausgabe der "Gazzetta dello Sport" von der CONI auf 16. April verschoben.

Doping bestritten. Der 32-jährige di Luca hat gerade eine dreimonatige Sperre wegen seiner Verbindungen zum umstrittenen Mediziner Carlo Santuccione abgesessen. Wird dem Radprofi Doping nachge-wiesen, droht ihm auch die Aberkennung seines Giro-Sieges, in diesem Fall würde der Luxemburger Andy Schleck (CSC) zum Sieger 2007 erklärt werden. Di Luca, der am Dienstag mit seinem Pro-Continental-Team LPR bei der Lombardischen Woche startet, hatte Doping stets bestritten. Sein Anwalt Federico Cecconi stützt sich bei der Verteidigung des Radprofis auf vier Gutachten von Wissenschaftlern. Er erklärte, dass sein Mandant auf der betreffenden Giro-Etappe sehr viel Flüssigkeit getrunken und deshalb so einen niedrigen Wert aufgewiesen habe.

Olympia-Start gefährdet. Ankläger Fabio Filocamo zweifelte diese Aussage an und sagte: "Di Luca muss nach dem obligatorischen Test unmittelbar nach der Etappe von unserer Überraschungskontrolle am selben Abend eine Bluttransfusion erhalten haben. Es gibt keine andere Erklärung. Di Luca wies den Hormon-Status eines Kindes auf, da kann man nicht sagen 'Ich habe Wasser getrunken'." Würde di Luca nach einer Verurteilung durch das CONI den Internationalen Sportgerichtshof CAS anrufen, müsste er auf das dortige Urteil rund vier Monate warten. Damit wäre auch sein Olympia-Start gefährdet. Vor Prozessbeginn hatte di Luca der Sportzeitung "Gazzetta dello Sport" gesagt: "Mir ist klar, dass das Risiko besteht, dass ich beim nächsten Giro nicht starten darf und danach vom CAS eventuell freigesprochen werde. In diesem Fall werde ich mich an die entsprechenden Stellen wenden."


Fakten

Am Mittwoch entscheidet der CAS über eine Dopingsperre von Alessandro Petacchi. Der Milram-Fahrer hatte beim vergangenen Giro zu hohe Cortisonwerte aufge-wiesen. 12 monatige Sperre gefordert.

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