Brüderchen, komm, tanz mit mir!
Mirna Jukic (21) holte bei der Schwimm-EM in Eindhoven Gold über 100 m Brust. Die Sensation aber war ihr kleiner Bruder Dinko (19): Silber über 200 m Lagen.

Foto © APMirna und Dinko Jukic
Jukic eins an Jukic zwei, wir sind ganz vorne mit dabei! Die Langbahn-Europameisterschaften in Eindhoven erlebten gestern einen historischen Tag - zumindest aus österreichischer Sicht. Mirna Jukic eroberte über 100 m Brust souverän Gold, wenig später musste sich ihr Bruder Dinko über 200 m Lagen nur dem haushohen Favoriten Laszlo Cseh aus Ungarn um 1,63 Sekunden geschlagen geben. Für Dinko Jukic war es diererste internationale Medaille, zudem verbesserte der 19-Jährige Wiener den am 12. Mai 2004 von Markus Rogan bei seinem EM-Finallauf in Madrid aufgestellten österreichischen Rekord um 14 Hundertstel.
Perfekt. "Unglaublich! Ich habe mich extrem steigern können, alle vier Lagen waren stark", strahlte der Sport- und Biologie-Student, der sich insgesamt um rund zwei Sekunden gesteigert hatte. Seine Silber-Zeit hat Qualität, das weiß Jukic. "Bei den olympischen Spielen stehe ich damit im Finale", erkannte der Maturant. Gute Aussichten, wenn man bedenkt, dass er sich in den nächsten fünf Monaten noch weiter steigern kann und wohl auch wird. Mit EM-Silber hätte Jukic vor den Titelkämpfen freilich nicht gerechnet. Sein Vater hatte aber vor der Abreise im Verband (OSV) eine Medaillenchance erwähnt. Sohn Dinko hatte ihn da noch fragend angeschaut. . .
Langer Weg. "Das war ein harter und langer Weg zurück", erklärte Mirna Jukic angesichts ihrer 2006 durch "Pfeiffer'sches Drüsenfieber" bedingten halbjährigen Trainingspause. "Jetzt habe ich gezeigt, dass ich wieder das Zeug dazu habe, in der europäischen Klasse mitzuschwimmen - aber auch in der Weltspitze. Ich bin überwältigt, glücklich und stolz." Es war ihr fünftes EM-Gold sowie der insgesamt 16. Medaillen-Gewinn ihrer Karriere.
Skeptisch. Trotz oder gerade wegen der knappen Sekunde Vorsprung im Semifinale war sich Jukic ihrer Sache nicht sicher gewesen. Sie war skeptisch, ob die Rivalinnen nicht doch noch Reserven hätten. Und heute startet die 21-jährige Mirna das Unternehmen "EM-Gold über 200 m Brust."
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100-m-Rücken
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Hunor Mate mit Olympia-Limit ins EM-Finale über 200 m BrustFoto © GEPA
Fakten
Vor zwei Jahren erreichte Mirna Jukic die Diagnose "Pfeiffer'sches Drüsenfieber", daraufhin war an eine Teilnahme an der Kurzbahn-WM in Shanghai sowie der Langbahn-EM in Budapest nicht zu denken. In nur eineinhalb Jahren arbeitete sie sich jedoch vom absoluten Nullpunkt in Topform.
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Jördis Steinegger belegte über 200 m Lagen EM-Rang 14Foto © APA














