Tipps vom Personalprofi

Sieben Schritte zum Traumjob

Manchmal hilft ein Blick in die Wolken, wenn man in Ruhe darüber nachdenken will, welcher Beruf der richtige ist. Mit den Tipps von Personalprofi Petra Mathi-Kogelnik ist man auf dem besten Weg, später mit seinem Job auf Wolke sieben zu schweben.

Petra Mathi-Kogelnik: "Man sollte sich Gedanken über die Berufswahl machen. Wo liegen meine Interessen, Leidenschaft, Fähigkeiten?" © KK
 
  1. Welche Informationen sollte ich vor der Berufswahl unbedingt einholen? „Man sollte sich unbedingt Gedanken über die Berufswahl machen. Wo liegen meine Interessen, meine Leidenschaft, meine Fähigkeiten … Und interessiert mich auch das jeweilige Unternehmen?“, sagt Petra Mathi-Kogelnik von dm drogeriemarkt. Infos zu den Lehrberufen fi nden Interessierte unter anderem auf Websites wie www.lehrberuf.info. Viele Ausbildner bieten auch Infos in den Filialen an. dm tourt beispielsweise mit der neuen Lehrlingskampagne #herzundkopf im März und April durch Österreich.
  2. Wie kann ich meine Interessen erkennen und den für mich passenden Lehrberuf finden? Petra Mathi-Kogelnik empfi ehlt einen Schnuppertag im jeweiligen Unternehmen zu verbringen. So kann man sehen, wie es hinter den Kulissen zugeht, welche Arbeiten zu verrichten sind und wie der Arbeitsalltag aussieht. Wichtig sind auch die eigenen Interessen, denn: Was man gerne macht, setzt man in der Regel auch besser um. Darüber hinaus bietet auch das AMS Unterstützung: Dort gibt’s kostenlose Berufsberatung für alle Interessierten.
  3. Wie überzeuge ich meine Eltern von meiner Berufswahl? „Wir gehen davon aus, dass Eltern das Beste für ihre Kinder wollen und diese beim Lehrberuf unterstützen. Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist uns ein großes Anliegen“, so Mathi-Kogelnik. Die Karrieremöglichkeiten im Unternehmen sollten auch Eltern überzeugen. Viele Betriebe würden etwa Lehre mit Matura anbieten oder aber die Möglichkeit, eine akademische Laufbahn einzuschlagen. Neben der fachlichen Ausbildung sei auch die Persönlichkeitsentwicklung der Lehrlinge wichtig und oftmals ein Argument, das hilft, die Eltern bei der Berufswahl auf seiner Seite zu haben.
  4. Was ist für den Einstieg in ein neues Unternehmen am wichtigsten? Das sei, so die Expertin, ganz einfach: „Wissbegierig einsteigen und die Probezeit gut für sich nutzen.“ In dieser Zeit sollte man endgültig entscheiden, ob der gewählte Beruf wirklich der richtige ist. „Teilweise startet man gemeinsam mit anderen Lehrlingen mit Workshops, so lernt man gleich zu Beginn weitere Auszubildende kennen und baut so von Anfang an sein Netzwerk auf.“ Jeder Lehrling habe in der Regel seinen persönlichen Ausbildner, der ihn durch die Lehrzeit begleitet und ihm mit Rat und Tat zur Seite steht. Ihm sollte man gerade zu Beginn „möglichst viele Fragen stellen“.
  5. Wie soll die Bewerbung/das Motivationsschreiben aussehen? Die Klassiker sollten natürlich nicht fehlen, diese sind vielen Arbeitgebern nach wie vor wichtig: Name, Alter, Ausbildung, welche Sprachen spricht der Bewerber. Viel wichtiger ist vielen Unternehmen aber die Kreativität, verrät Petra Mathi-Kogelnik: „Wir lieben individuelle und kreative Bewerbungen.“ Und sie betont: „Die Motivation für den jeweiligen Lehrberuf soll klar erkennbar sein.“ Wichtig sind also die Antworten auf folgende Fragen: Warum hat sich der Interessent genau für diesen Betrieb entschieden? Und wie passt der Bewerber in das Unternehmen?
  6. Worauf soll man beim Bewerbungsgespräch achten? Die Kleidung sollte auf jeden Fall der Situation angemessen sein. Viele Betriebe sehen es gerne, wenn Eltern beim Bewerbungsgespräch dabei sind, „die Jugendlichen sollen allerdings für sich selbst sprechen“, betont Mathi-Kogelnik. „Uns ist es wichtig zu erkennen, ob Interesse am Beruf besteht und ob sich die Jugendlichen mit dem Beruf und auch mit dem Unternehmen auseinandergesetzt haben.“ Wie beim Motivationsschreiben sollte man auch hier seine Argumente vorbringen können und dabei immer man selbst bleiben.
  7. Wie sieht es mit der Schulausbildung aus? Grundsätzlich ist der Einstieg in die Lehre nach der Pflichtschule möglich. Viele Unternehmen bieten Lehre mit Matura in unterschiedlichsten Modellen an. Zusätzlich gibt es oftmals „intern viele Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, fachlich, aber auch in Persönlichkeitsentwicklung“, erzählt Mathi-Kogelnik. Betriebe würden sich freuen, wenn Lehrlinge über sich hinauswachsen und selbstständige, eigeninitiative und selbstbewusste Mitarbeiter werden. Nach der Lehre mit einer gewissen Praxiszeit ist mitunter auch eine akdademische Ausbildung möglich – bei dm beispielsweise der Fachhochschullehrgang „Handelsmanagement“ am Campus02 in Graz.
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