JOB-OMBUDSMANNFür zu viele gibt's kein Auskommen mit dem Einkommen!

Laut Arbeitsklima Index verdient knapp die Hälfte der Arbeitnehmer zu wenig; aber die Zufriedenheit steigt.

Wunsch und Wirklichkeit beim Einkommen
Wunsch und Wirklichkeit beim Einkommen © (c) DDRockstar - stock.adobe.com (Dada Lin)
 

FRAGE: Immer wieder wird kritisiert, dass die Gewerkschaften bei den Gehaltsverhandlungen zu viel fordern. Gibt’s eigentlich konkrete Zahlen, ob die meisten Arbeitnehmer mit ihrem Einkommen auch auskommen?

ANTWORT: Eine Antwort darauf gibt der Arbeitsklima Index, der von der Arbeiterkammer erhoben wird.

Aktuell kommen demnach mehr Beschäftigte mit ihrem Einkommen aus als noch vor zwei Jahren. Und auch die Zufriedenheit der österreichischen Arbeitnehmer mit ihren Löhnen und Gehältern ist zuletzt gestiegen.

Dennoch sagt noch immer knapp die Hälfte, dass das Einkommen kaum oder gar nicht reicht, um über die Runden zu kommen.

In den Jahren 2016 und 2017 ist die Zahl der Beschäftigten, die kaum oder gar nicht mit dem Einkommen auskommen, spürbar gesunken.

2015 waren es noch 55 Prozent, in den beiden Folgejahren hingegen „nur“ mehr 48 bzw. 47 Prozent.

Zwei Drittel der Beschäftigten in Österreich sind mit ihrem Einkommen zufrieden, wobei hier auffällt, dass Teilzeitkräfte oftmals mit dem Einkommen nicht auskommen und dennoch angeben, zufrieden zu sein.

Vor allem das nach wie vor bestehende Gefälle zwischen den Geschlechtern sticht ins Auge: Frauen verdienen im Schnitt deutlich weniger als Männer und kommen weniger gut mit ihrem Einkommen aus.

Sie sind auch in geringerem Ausmaß zufrieden mit ihrem Einkommen als Männer.

Umso wichtiger ist es laut Arbeiterkammer, den von den Sozialpartnern ausgehandelten Mindestlohn von 1500 Euro umzusetzen.

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