OMBUDSMANNKleine Änderung mit großer Wirkung

Eine nur geringe Geschwindigkeitsreduktion um fünf km/h würde einen großen Gewinn bringen: 25 Prozent weniger getötete Fußgänger! "Große schützen Kleine" hat in einer Sicherheitswoche darauf aufmerksam gemacht.

Schon eine kleine Unaufmerksamkeit kann tödlich enden!
Schon eine kleine Unaufmerksamkeit kann tödlich enden! © (c) animaflora - Fotolia
 

Jährlich verunfallen in Österreich rund 1100 Kinder als Fußgänger oder Radfahrer im Straßenverkehr. "Viele der Kollisionen mit Pkw & Co. könnten durch minimale Geschwindigkeitsreduktion verhindert werden", erklärt der Verein "Große schützen Kleine". 50 km/h ist eine Geschwindigkeit, bei der die meisten AutofahrerInnen wohl behaupten würden, langsam zu fahren. Umso erschreckender ist deshalb die Tatsache, dass rund 70 % der Kollisionen zwischen einem 50 km/h schnellen PKW und einem Fußgänger tödlich enden. „Werfen Sie zum Schutz unserer Kinder und anderer Verkehrsteilnehmer, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, öfters mal einen Blick auf den Tacho. Denn schon eine kaum merkliche Geschwindigkeitsreduktion um fünf km/h bewirkt 15 % weniger verletzte und 25 % weniger getötete Fußgänger“, appelliert Holger Till, Präsident des Vereins "Große schützen Kleine" und Vorstand der Grazer Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie an alle Autofahrer.

Begrenzungen einhalten.

Gerade in 30er Zonen, wie sie vor Schulen zu finden sind, halten sich Kfz-Lenker auffällig oft nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung.

Nicht ablenken lassen!

Neben überhöhter Geschwindigkeit steigt das Unfallrisiko im Straßenverkehr vor allem durch ablenkende Tätigkeiten gravierend an. Beschäftigt mit dem Handy oder dem Bedienen des Navis können 76 % der Lenker ihr Fahrzeug bei einer Geschwindigkeit zwischen 30 und 50 km/h vor einem plötzlich auftauchenden Hindernis nicht zum Stehen bringen. Eine Ablenkung von nur zwei Sekunden bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h verursacht einen um 28 Meter längeren Anhalteweg. Das Unfallrisiko ist beim Schreiben von Handynachrichten deshalb um das 8- bis 23-Fache höher. Auch die Freisprecheinrichtung kann da nicht viel ausrichten: Wer beim Autofahren telefoniert, reagiert ähnlich langsam und schlecht wie bei 0,8 Promille Alkohol im Blut.

Kinder besonders stark gefährdet

Kinder schauen seltener rechts-links, laufen impulsiv über die Straße, sind motorisch unruhiger, folgen Personen oft ohne zu schauen und wählen den kürzesten Weg.

Sicherheitstipps

Planen Sie unbedingt ausreichend Zeit ein: Stress erhöht die Unfallgefahr!
Für einen sicheren Schulweg sollten gegebenenfalls auch Umwege in Kauf genommen werden.
Kinder sollten am Gehsteig immer möglichst weit innen gehen.
An Ampeln und Zebrastreifen: Erklären Sie Ihrem Kind, dass es erst losgehen darf, wenn alle Fahrzeuge stehen!
Erst nach der Radfahrprüfung bzw. ansonsten ab 12 Jahren darf Ihr Kind allein mit dem Fahrrad auf der Straße fahren.
Denken Sie an die Helmpflicht bis 12 Jahre (und die dringende Helmempfehlung über dieses Alter hinaus) und an regelmäßige Fahrrad-Sicherheitschecks!

Darüber hinaus ist das Gefahrenbewusstsein von Volksschulkindern noch auf den Augenblick reduziert. Sie können nur ad hoc erkennen: „Jetzt bin ich in Gefahr“. Das für die Verkehrssicherheit so wichtige vorausschauende Gefahrenbewusstsein ist erst mit 11 Jahren voll ausgebildet.

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Danke für Ihr Verständnis.

Rudolph
2
7
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Statistik ???

Da wird wieder ein Problem absichtlich in die falsche Richtung gelenkt. Würde der Fahrer seine Aufmerksamkeit dem Fußgänger oder anderen Verkehrsteilnehmern zuwenden und nicht seinen elektronischen Bordgeräten, Handy und Navi, so wären selbst bei 50 Km/h Unfälle zu vermeiden. Aber im Straßenverkehr herrscht die " JETZT KOMM ICH MENTALITÄT ".

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Sand2
4
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Was genau wollten sie mit

'Da wird wieder ein Problem absichtlich in die falsche Richtung gelenkt' sagen?

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Rudolph
0
1
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Was genau wollten sie mit

Lesen lernen und auch Sie werden es verstehen.

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einheimischer
2
14
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Fußgängerzone sollten mehr Selbstschutz betreiben und mehr links rechts schauen...

Es würde eher helfen ,wenn Fußgänger ein bisschen mehr ,so wie früher ,die Verkehrsregeln beachten und sich nicht darauf verlassen ,das Autofahrer sich an die Verkehrsregeln halten....sich aus Eigenschutz dreimal umsehen bevor sie Strassen,so wie jetzt ungeschauter überqueren....weil ein Autofahrer holt sich nur eine Beule.....ein Fußgängerzone wenn es günstig ausgeht ein paar gebrochene Knochen....den Fußgängerzone überqueren Strassen nicht nur auf Zebrastreifen ohne anzuhalten oder links rechts zu schauen....sie machen das heute überall....der Autofahrer wird schon anhalten....weil schuld ist eh immer er

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