Kantersiege für Salzburg und Rapid

Kantersiege für das jeweilige Auswärtsteam haben die Sonntag-Spiele der 30. Runde der Fußball-Bundesliga gebracht. Erst feierte Rekordmeister Rapid mit einem 4:0 über die Austria den höchsten grün-weißen Derbytriumph seit 1981, anschließend marschierte Meister Salzburg in der Südstadt zu einem 6:2-Erfolg über die Admira und damit weiter in Richtung des fünften Titels en suite.

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Stephan Schwab (6.), Thomas Murg (42.), Philipp Schobesberger (51.) und Giorgi Kvilitaia (73.) sorgten in einer unterhaltsamen, schnellen Partie im Wiener Ernst-Happel-Stadion für den vierten Rapid-Sieg in Folge und damit für einen weiteren Schritt Richtung Europacupplatz. Rapid kletterte mit 52 Punkten wieder am LASK (51) vorbei auf Rang drei, hat aber weiterhin acht Zähler Rückstand auf den Zweitplatzierten Sturm Graz.

Inklusive Cup-Achtelfinale haben die Hütteldorfer die Saison ohne Derbyniederlage überstanden und dabei alle drei Siege im Prater gefeiert. Auch für das Cup-Halbfinale am Mittwoch bei Sturm Graz bedeutete das Resultat eine ordentliche Moralinjektion.

Die gastgebende Austria hingegen schlitterte in die erste Heimniederlage unter Coach Thomas Letsch. In der sechs Spiele umfassenden Ära des Deutschen war es die insgesamt zweite Schlappe, Europa rückt nun in immer weitere Ferne: Sechs Runden vor dem Ende beträgt der Rückstand der Austria (39) auf die fünftplatzierte Admira sieben Punkte.

Salzburg machte das Versprechen, nach dem 4:1-Erfolg über Lazio in der Europa League voll konzentriert in das vergleichsweise unglamouröse Duell mit der Admira zu gehen, wahr. Gulbrandsen eröffnete schon nach zwei Minuten den Trefferreigen. Die Gäste dominierten, mussten aber weitere 20 Minuten warten, ehe Wolf nach Zusammenspiel mit Xaver Schlager mit der zweiten echten Chance auf 2:0 erhöhte. Die Admira durfte nach einen Kopfballtreffer von Patrick Schmidt kurz hoffen, spätestens aber mit dem 3:1 durch Mwepu war die Partie gelaufen. Für den 20-jährigen Teamstürmer Sambias war es das erste Tor im vierten Einsatz für die "Bullen".

In der zweiten Hälfte legten die vor dem Tor weiterhin gnadenlos agierenden Favoriten noch dreimal nach. Einzig Admira-Goalie Andreas Leitner stemmte sich gegen eine höhere Niederlage. In der 75. Minute entschärfte er einen Foulelfer von Dabbur, im Finish rettete er bei einem Wolf-Schuss aus Kurzdistanz (84.). In der Nachspielzeit nutzte Schmidt dann noch einen Schnitzer des eingewechselten Jerome Onguene, um seinen ersten Oberhaus-Doppelpack zu schnüren.

Salzburgs Vorsprung auf den ersten Verfolger Sturm Graz beträgt sechs Runden vor Schluss weiter acht Punkte. Für die Admira bedeutete die vierte Niederlage in den jüngsten sechs Partien einen kleinen Rückschlag im Kampf um Platz vier. Dort liegt derzeit der LASK, der um fünf Zähler enteilt ist.

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