Real Sociedad für Ex-Spieler Kühbauer "leichter Favorit"

Salzburgs Hinspiel im Sechzehntelfinale der Fußball-Europa-League bei Real Sociedad wird sich Dietmar Kühbauer am Donnerstag (19.00 Uhr) definitiv zu Gemüte führen. Schließlich ist der Ex-Kicker der Basken bei Puls 4 als Experte engagiert. "Ich hätte mir das Spiel aber natürlich sowieso angeschaut", meinte Kühbauer. Seine Prognose: "Sociedad ist leichter Favorit, aber Salzburg kann das schaffen."

© APA (AFP)
 

Der aktuelle Negativlauf seines ehemaligen Vereins ist ihm nicht entgangen. Seit 17. November hat man in zwölf Ligapartien nur neun Punkte geholt, rutschte von Platz sieben auf den 14. Rang zurück. Am Sonntag gingen die Mannen von Trainer Eusebio Sacristan bei Real Madrid als 2:5-Verlierer vom Platz. "Ich glaube nicht, dass ihnen das nachhängt, sie können das einschätzen", betonte Kühbauer und verwies auf das 5:0 über Deportivo La Coruna eine Woche davor. "Das war wirklich wichtig für Real Sociedad." Was ihn etwas stutzig macht: "Sie haben heuer einfach nicht die Heimstärke." So oder so müsse Salzburg sich nicht fürchten. "Ich halte Real für ein bisschen stärker, aber Welten liegen da keine dazwischen."

Kühbauer spielte von 1997 bis 2000 für San Sebastian, bestritt für den Club rund 50 Matches und hat noch immer eine relativ enge Beziehung zum Traditionsverein. "Auch wenn du weit weg bist, bist du immer irgendwie dabei", erzählte der Burgenländer. Kein Wunder. Als er im Sommer 1997 von Rapid trotz Angeboten aus Deutschland und der Türkei ins Baskenland wechselte, sei für ihn "ein Traum" wahr geworden. "Ich wollte immer in Spanien spielen", meinte der heute 46-Jährige, der damals sowohl fußballerisch als auch finanziell eine andere Welt betrat.

Unter Trainer Bernd Krauss erlebte Kühbauer trotz einiger Verletzungen zwei gute Saisonen mit "tollen Fans" und einem UEFA-Cup-Achtelfinale 1998/99. Zwei Partien bestritt er dabei auch gegen Real Sociedads aktuellen Coach, der damals bei Real Valladolid kickte. Erst als Kraus 1999 von Javier Clemente abgelöst wurde, begann der Traum zu verblassen. "Clemente wollte, dass ich als Rechtsverteidiger spiele, ich habe gesagt, dass ich das nicht mache." Damit war die Sache quasi erledigt, im darauffolgenden Sommer wechselte der 55-fache ÖFB-Internationale für zwei Jahre zum VfL Wolfsburg. 2002 ging der Burgenländer dann nach Mattersburg, wo seine Karriere noch sechs Jahre dauern sollte.

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