Japaner Saito mit positivem Dopingtest

Die Winterspiele in Südkorea haben ihren ersten Dopingfall. Wie der Internationale Sportgerichtshofes (CAS) in Pyeongchang am Dienstag bekanntgab, wurde der japanische Short-Tracker Kei Saito bei einer Kontrolle außerhalb der Wettkämpfe positiv auf Acetazolamid getestet. Das Diuretikum wird zur Verschleierung von verbotenen Substanzen verwendet.

© APA (AFP)
 

Saito wurde provisorisch für alle Wettkämpfe gesperrt und aufgefordert, auf freiwilliger Basis das Olympische Dorf zu verlassen. Der 21-Jährige akzeptierte diese Entscheidungen, wie das CAS mitteilte. Wettkampfergebnisse in Gangneung sind nicht betroffen, da Saito noch nicht im Einsatz war.

Kei Saito zeigte sich in einer Stellungnahme, die bei einer Pressekonferenz von Japans Team verlesen wurde, überrascht und bestritt Doping. "Dieses Ergebnis geht über meine Vorstellungskraft hinaus", sagte Saito, der in Südkorea noch keinen Wettkampf bestritten hatte. Der 22-jährige Dritte der Junioren-WM 2013 wurde vorläufig für die Wettkämpfe in Pyeongchang suspendiert. Über eine Sanktion will der CAS bis zum Ende der Winterspiele entscheiden. Zum zweiten Mal nach den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro entscheidet die CAS-Außenstelle über Dopingfälle bei Olympischen Spielen.

Saito kam mit dem freiwilligen Verlassen des olympischen Dorfes seinem zwangsweisen Ausschluss zuvor und erklärte, er wolle der Mannschaft nicht weiter schaden. Er will sich nun gegen die Suspendierung wehren und seine Unschuld beweisen. Der Shorttracker hat nach eigenen Angaben Seminare von Japans Anti-Doping-Agentur besucht und achtet darauf, was er isst und trinkt. Er beteuerte: "Wenn etwas anderes in meinen Körper gelangt sein sollte, war das überhaupt nicht meine Absicht."

Japans Shorttrack-Nationaltrainer Tsotomu Kawasaki bescheinigte Saito, sich gut über die Anti-Doping-Regeln informiert zu haben. Teamchef Yasuo Saito zeigte sich ebenfalls sehr überrascht und erklärte, Kei Saito habe die Information überaus schweren Herzens aufgenommen. Es habe seit einem Trainingslager im Jänner mit einer negativen Dopingprobe keine Gelegenheit für ihn gegeben, sich selbstständig die verbotene Substanz zu beschaffen, die in Japan zudem rezeptpflichtig sei.

Der CAS öffnete für die Zeit der Olympischen Winterspiele zwei Büros in Yongpyong/Pyeongchang. Dort will die Ad-hoc-Abteilung des CAS alle Rechtsstreitigkeiten, die während der Spiele entstehen, behandeln und rasche Entscheidungen bei positiven Dopingfällen treffen.

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