Kirchgasser mit gutem Speedtraining vor Kombi

"Miss Kombination" Michaela Kirchgasser ist mit großer Vorfreude nach St. Moritz gereist, eroberte sie dort doch im Februar bei der Alpinski-WM Bronze. Auch für die Weltcup-Kombination am Freitag, zusammengesetzt aus einem Super-G (10.00 Uhr) und einem Slalom (13.00/jeweils live ORF eins), fühlt sich die Salzburgerin bereit, verwies aber auf einen größeren Kreis von Podestplatzanwärterinnen.

© APA (Archiv)
 

Slalom-Ass Mikaela Shiffrin aus den USA hat sich zuletzt in Lake Louise mit dem Erfolg und Platz drei in den Abfahrten sowie Rang fünf im Super-G auch auf der schnellen Seite zu den Sieganwärterinnen emporgearbeitet. Die Schweizerin Michelle Gisin zeigte sich ebenfalls auf den langen Latten stark verbessert, sie gewann bereits bei der WM Kombi-Silber hinter ihrer Landsfrau Wendy Holdener. Auch mit den Italienerinnen rund um Sofia Goggia dürfte wieder zu rechnen sein. Zwei starke Kombiniererinnen fehlen allerdings jeweils nach Kreuzbandriss - Kugelverteidigerin Ilka Stuhec aus Slowenien und Marie-Michele Gagnon aus Kanada.

"Ich habe definitiv gute Erinnerungen an St. Moritz, die letzte Kombi hier ist natürlich total präsent im Kopf. Aber man muss sich sofort wieder gut fokussieren. Die Dichte ist doch um einiges höher geworden. Es wird ein sehr schwieriges Rennen, es müssen wirklich beide Disziplinen passen. Und es wird sehr spannend", sagte Kirchgasser, die ihre letzte Saison bestreitet und bei Olympia in Südkorea Starts im Kombination und Slalom anstrebt.

Dass es in den schnelleren Disziplinen derzeit für sie sogar einfacher geht, verhehlte die 32-Jährige nicht. "Mir hat das Super-G-Training in Copper Mountain schon extrem gut getaugt und jetzt daheim auch. Das ist vom Knie her um einiges einfacher als eine technischere Disziplin. Ich habe mich, glaube ich, von ganz guter Seite präsentiert."

Nach ihren Operationen an beiden Knien im Frühjahr bestritt Kirchgasser in der laufenden Saison erst die beiden Spezialslaloms, war Elfte in Levi und schied in Killington im zweiten Durchgang aus. In St. Moritz möchte sie auch am Wochenende am Start stehen, es sind zwei Super-G angesetzt. "Ich würde gerne fahren, aber das möchten viele Mädels. Deswegen konzentriere ich mich auf Freitag, dann schauen wir weiter", weiß sie, dass ein starker Auftritt im Super-G ein Ticket fürs Wochenende bedeutet. Damen-Rennsportleiter Jürgen Kriechbaum wird sein Aufgebot erst nach der Kombination nominieren.

Im bisher einzigen Super-G in diesem Winter am vergangenen Sonntag in Lake Louise siegte Tina Weirather aus Liechtenstein vor Lara Gut aus der Schweiz - sie kehrt als Lokalmatadorin in St. Moritz an jenen Schauplatz zurück, wo sie sich während der WM im Februar das Kreuzband riss - und Weltmeisterin Nicole Schmidhofer. Neben der Steirerin landeten mit Cornelia Hütter (8.), Tamara Tippler (11.), Stephanie Venier (12.), Ramona Siebenhofer (20.), Ricarda Haaser (24.) und Christina Ager (27.) sechs weitere ÖSV-Athletinnen in den Punkterängen. Christine Scheyer kam auf Rang 33., Anna Veith schied aus.

Beim Hangfahren am Donnerstag präsentierten sich sowohl Wetter, als auch Piste von perfekter Seite. "Es taugt mir voll, die Piste ist super beinander, das Wetter ein Hammer", sagte Kirchgasser, die im vergangenen Winter nach den Rängen fünf in Val d'Isere, sowie drei in Crans Montana bis zuletzt um die kleine Kristallkugel in der Kombination mitfuhr. Im letzten Saisonbewerb, dem zweiten in Crans Montana, schied sie dann im Super-G aus. Shiffrin gewann die Tageswertung und damit ihrer erste Kombi.

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