3:2-Heimsieg von Österreich gegen Serbien in WM-Quali

Österreichs Fußball-Nationalmannschaft hat am Freitag in der WM-Qualifikation einen versöhnlichen Heim-Abschluss geschafft. Die ÖFB-Auswahl besiegte im Happel-Stadion den davor noch ungeschlagenen Gruppe-D-Spitzenreiter Serbien mit 3:2, hat aber trotzdem keine Chance mehr auf die Teilnahme an der WM in Russland.

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Luka Milivojevic brachte die Gäste in der 11. Minute in Führung, 14 Minuten später gelang Guido Burgstaller der Ausgleich. Für die erstmalige Führung der Österreicher sorgte in der 75. Minute ausgerechnet Marko Arnautovic, dessen Vater aus Serbien stammt. Manchester-United-Star Nemanja Matic glückte in der 83. Minute der Ausgleich, ehe eine Co-Produktion von Louis Schaub und Arnautovic in der 89. Minute das 3:2 bedeutete.

In den ersten 15 Minuten hatten die - mehrheitlich im serbischen Lager befindlichen - 42.400 Zuschauer ein Spiegelbild der österreichischen WM-Qualifikation zu sehen bekommen. Bereits in der 7. Minute scheiterte Florian Kainz nach Vorarbeit von Florian Grillitsch und Arnautovic freistehend an Serbien-Goalie Vladimir Stojkovic, zwei Minuten später köpfelte Arnautovic nach Grillitsch-Flanke aus wenigen Metern knapp daneben.

Die zunächst tief stehenden und von Österreichs 4-4-2-System möglicherweise überraschten Gäste hingegen gingen mit ihrer ersten Offensivaktion in Führung. Aleksandar Kolarov brachte den Ball zur Mitte, ÖFB-Teamdebütant Maximilian Wöber köpfelte den Ball aus dem Strafraum, wo sich Milivojevic das Spielgerät zurechtlegen konnte und mit einem präzisen Schuss ins lange Eck traf. Es passte auch zur Anfangsviertelstunde, dass Kevin Danso nach Zuspiel von Arnautovic aus sechs Metern danebenschoss.

In der 25. Minute aber leitete der Augsburg-Verteidiger den Ausgleich durch Burgstaller ein. Nach seinem weiten Pass enteilte der Schalke-Stürmer der schlecht postierten Serbien-Abwehr, Stojkovic verzichtete aufs Herauslaufen und wurde vom Kärntner bezwungen - es war das erste Nationalteam-Tor Burgstallers im zwölften Länderspiel.

In der Folge entwickelte sich vor den Augen von Manchester-United-Trainer Jose Mourinho, der offenbar wegen eines serbischen Kickers in den Prater gekommen war, eine relativ offene Partie mit Chancen auf beiden Seiten. In der 34. Minute landete ein Kopfball von Branislav Ivanovic an der Latten-Oberkante, in der 40. Minute blieb ÖFB-Schlussmann Heinz Lindner gegen Dusan Tadic Sieger.

Auf der Gegenseite fand Burgstaller aus guter Position nach Vorarbeit von Moritz Bauer ebenso in Stojkovic seinen Meister wie Kainz in der 43. Minute. Auch in der zweiten Hälfte gab es hochkarätige Möglichkeiten für die Österreicher. In der 58. Minute verhinderte Stojkovic ein Arnautovic-Tor, fünf Minuten später fischte der serbische Keeper einen Schuss von Grillitsch aus dem Kreuzeck.

Im Finish wurde es dann turbulent. In der 75. Minute erzielte Arnautovic nach Vorarbeit von Louis Schaub und Burgstaller das 2:1 für die Hausherren und verzichtete danach aufgrund seiner serbischen Herkunft auf einen Torjubel. Die Gäste schlugen aber zurück, nach einem Gestocher sorgte Matic aus kurzer Distanz für das 2:2.

Im Gegensatz zu den Partien davor stand den Österreichern in der Endphase aber doch noch das Glück zur Seite. Eine Hereingabe von Schaub berührte Arnautovic wohl nicht mehr, der Ball fand dennoch den Weg ins lange Eck (89.).

Das letzte Spiel dieser WM-Qualifikation steigt für Österreich am Montag in Chisinau gegen die Republik Moldau. Schon am Samstag könnte im Rahmen der ÖFB-Präsidiumssitzung beschlossen werden, dass es sich dabei um das letzte Länderspiel von ÖFB-Teamchef Marcel Koller handelt. Der Schweizer wurde bei seinem wohl letzten Match im Happel-Stadion noch einmal vom Publikum gefeiert.

Keine Jubelstimmung kam bei den tausenden serbischen Fans auf, die immer wieder mit Feuerwerkskörpern auf sich aufmerksam machten. Das WM-Ticket wurde noch nicht fixiert, allerdings reicht dem Spitzenreiter trotz der ersten Niederlage in der laufenden Qualifikation am Montag ein Heimsieg über Georgien. Für die Österreicher steht Endrang vier schon jetzt fest.

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