Irak richtete elf Menschen wegen "Terrorismus" hin

Der Irak hat 13 Menschen hinrichten lassen, elf von ihnen wegen Terrorismus-Vorwürfen. Die Verurteilten seien für Autobombenanschläge, die Tötung von Sicherheitskräften und Entführungen verantwortlich, erklärte das Justizministerium am Montag in Bagdad, ohne nähere Angaben zu Zeiten und Orten der Attacken zu machen.

 

Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International waren es die ersten Hinrichtungen im Irak seit Jahresbeginn. Im Dezember waren 38 Menschen nach dem irakischen Terrorismusgesetz gehängt worden. Insgesamt ließ der Irak im vergangenen Jahr laut Amnesty 111 Menschen hinrichten. Das Land steht wegen der zahlreichen Todesurteile im Zusammenhang mit seiner Terrorismusgesetzgebung international in der Kritik.

Etwa 20.000 Menschen waren während der jahrelangen Kämpfe gegen den sogenannten Islamischen Staat festgenommen worden. Viele wurden bereits zum Tode verurteilt, aber noch nicht hingerichtet.

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