Papst zeigt sich nach Luftschlägen "zutiefst beunruhigt"

Papst Franziskus hat nach den Luftschlägen der USA, Großbritanniens und Frankreichs auf mehrere Ziele in Syrien an alle politischen Verantwortungsträger in der Welt appelliert, sich für Gerechtigkeit und Frieden einzusetzen. "Ich bin zutiefst beunruhigt angesichts der gegenwärtigen Weltlage", sagte der Pontifex am Sonntag auf dem Petersplatz.

© APA (AFP)
 

Obwohl der internationalen Gemeinschaft Mittel zur Verfügung stünden, habe sie Mühe, sich auf gemeinsame Maßnahmen zu einigen, die den Frieden in dem Bürgerkriegsland und anderen Regionen der Welt begünstigen würden. "Ich bete für den Frieden", sagte das katholische Kirchenoberhaupt. Die drei westlichen Länder hatten in der Nacht zum Samstag als Vergeltung für einen mutmaßlichen Giftgaseinsatz syrische Stellungen angegriffen.

Die drei in Damaskus residierenden Patriarchen von Antiochien - Youhanna X. (orthodox), Mor Ignatius Aphrem II. (syrisch-orthodox) und Joseph Absi (melkitisch griechisch-katholisch) - haben am Wochenende die "brutale Aggression der USA, Frankreichs und Großbritanniens gegen unsere geliebte Heimat" scharf verurteilt, berichtete Kathpress am Sonntag.

Die "Unterstellungen" der USA und anderer Staaten, wonach die syrische Armee Giftgaswaffen einsetze und Syrien solche Waffen besitze und benütze, seien ungerechtfertigt und könnten sich nicht auf "ausreichende und klare" Beweise stützen, so die Kirchenführer.

Die Patriarchen bezeichneten das Vorgehen der drei Westmächte als "klare Verletzung des internationalen Rechts und der Charta der Vereinten Nationen". Es sei schmerzlich, dass dieser Angriff von machtvollen Staaten gekommen sei, denen Syrien in keiner Weise etwas zuleide getan habe.

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Danke für Ihr Verständnis.

hermannsteinacher
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1
Lesenswert?

Wie recht die drei Patriarchen ...

... doch haben!

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