Pulitzer-Preise werden am Montag bekanntgegeben

Die Pulitzer-Preise gelten als die Top-Auszeichnungen der US-Medienbranche: Unter anderem der frühere US-Präsident John F. Kennedy und Autor Ernest Hemingway gehören zu den Ausgezeichneten - und seit dem vergangenen Jahr die Enthüllung der "Panama Papers", an denen u.a. der "Falter" und der ORF beteiligt waren. Die 102. Preisträger werden am Montag (21.00 Uhr MESZ) in New York bekannt gegeben.

 

14 der 21 Preiskategorien sind journalistischen Arbeiten vorbehalten, von investigativen Geschichten über Fotos bis zu Karikaturen. Die Auszeichnung wird aber auch für Literatur sowie für Musik und Theater vergeben. Die Preisträger bestimmt eine Jury, die an der New Yorker Columbia-Universität angesiedelt ist. Gestiftet wurden die Preise einst vom ungarisch-amerikanischen Zeitungsverleger Joseph Pulitzer (1847-1911). Gewinner bekommen eine Urkunde und 10.000 Dollar (8.118,86 Euro). Die Zeitung, die den Preis in der als am wichtigsten angesehenen Kategorie "Verdienst für die Öffentlichkeit" bekommt, erhält eine goldene Medaille.

Im vergangenen Jahr war unter anderem das in Washington ansässige Internationale Netzwerk Investigativer Journalisten (ICIJ) mit dem Pulitzer-Preis geehrt worden. Unter dessen 190 Mitgliedern aus mehr als 65 Ländern sind auch die Journalisten der Wochenzeitung "Falter" und des ORF, die an der Enthüllung der "Panama Papers" mitgearbeitet haben. Die beteiligten Medien auf der ganzen Welt hatten im April 2016 über rund 200.000 von der Kanzlei Mossack Fonseca gegründete Briefkastenfirmen berichtet, in denen Politiker, Prominente und Sportler ihr Vermögen geparkt haben sollen. Die Veröffentlichung führte zu Ermittlungen auf der ganzen Welt und zu einer Debatte über Steueroasen und Geldwäsche.

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