Desolate Flüchtlingslage auf Manus

Die humanitäre Lage unter Hunderten von Flüchtlingen, die von Australien auf die abgelegenen Pazifik-Insel Manus verfrachtet wurden, spitzt sich zu. Besonders Menschen mit psychischen Problemen bekämen auf der zu Papua-Neuguinea gehörenden Insel keine Hilfe, berichtete Rico Salcedo vom UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Montag telefonisch von Manus.

© APA (AFP)
 

Die Menschen seien verzweifelt, weil sie nicht wüssten, wie ihr Leben weitergehe oder von wem sie Hilfe bekommen könnten. Australien bleibe als Land, in dem die Menschen Zuflucht suchen wollten, nach internationalem Recht verantwortlich für sie, sagte Salcedo. 

Australien verweigert Menschen, die auf Flüchtlingsbooten versuchen, nach Australien zu gelangen, die Aufnahme. Es hat mit Papua-Neuguinea und Nauru Verträge über die Einrichtung von Internierungslagern für die Menschen abgeschlossen. Gerichte in Papua-Neuguinea erklärten dies im vergangenen Jahr für illegal.

Ende Oktober wurde die Einrichtung auf Manus geschlossen, ohne dass für nach die australischen Angaben etwa 700 auf der Insel verbliebenen Flüchtlinge aus Ländern wie dem Irak, Afghanistan und Somalia Lösungen gefunden wurden.

Die USA hatten Australien versprochen, 1200 Flüchtlinge aufzunehmen, sofern sie die US-Sicherheitsprüfungen überstehen. Nach Angaben eines UNHCR-Sprechers waren die Vorbereitungen dafür noch nicht abgeschlossen. Für mindestens 500 der Flüchtlinge auf Manus gebe es noch keine Umsiedlungsangebote.

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