Ermittlungen gegen Berlusconi wegen Geldwäscheverdachts

Rund sieben Wochen vor den Parlamentswahlen in Italien ist der ehemalige Regierungschef Silvio Berlusconi erneut ins Visier der Justiz geraten. Die Mailänder Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen den 81-jährigen Medienunternehmer wegen Verdachts auf Geldwäsche eingeleitet, berichtete die Turiner Tageszeitung "La Stampa" am Samstag. Die Mailänder Staatsanwaltschaft dementierte den Bericht.

© APA (AFP)
 

Der Geldwäscheverdacht ist laut dem Bericht im Zusammenhang mit dem Verkauf von Berlusconis Fußballklubs AC Milan aufgetaucht. Demnach vermuten die Ermittler, dass der Kaufpreis von 740 Millionen Euro um 300 Mio. Euro aufgeblasen wurde, damit Berlusconi Schwarzgelder von ausländischen Bankkonten nach Italien zurückführen konnte. Der chinesische Investor Yonghong Li hatte den Klub im vergangenen Jahr erworben, die Staatsanwaltschaft prüft dem Medienbericht zufolge nun die Herkunft der an Berlusconi überwiesenen Beträge aus Hongkong.

Der Bericht von "La Stampa" wurde von der Mailänder Staatsanwaltschaft dementiert. "Im Zusammenhang mit dem AC Milan läuft keine Untersuchung", so der Mailänder Oberstaatsanwalt Francesco Greco. Berlusconis Anwalt Nicoló Ghedini reagierte empört auf den Bericht von "La Stampa" und sprach von einem politischen Angriff auf seinen Mandanten. "La Stampa" habe eine vollkommen haltlose Information veröffentlicht, um Berlusconi vor den Parlamentswahlen zu schaden. Er kündigte eine Klage gegen das Blatt an.

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